07. September 2026 – dpa

Landtagswahlen

CDU-Kandidat in MV: «Friedrich Merz steht nicht zur Wahl»

Für den CDU-Spitzenkandidaten Daniel Peters ist die Landtagswahl in MV bisher gar keine richtige. Er will den Fokus deshalb wieder mehr ins Land holen und eine bestimmte Sache deutlicher hervorheben.

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Will in den kommenden Tagen mehr über Landesthemen sprechen: CDU-Landeschef Daniel Peters. (Archivbild)

Der Spitzenkandidat der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, will in den kommenden 14 Tagen bis zur Landtagswahl mehr klare Kante gegenüber dem Koalitionspartner SPD im Bund zeigen. «Wir brauchen jetzt eine wirkliche Reformagenda. Das, was uns immer ausgezeichnet hat, ein klarer wirtschaftspolitischer Kurs, und den gilt es jetzt zu verfolgen», sagte der CDU-Landesvorsitzende im Interview mit Welt-TV. «Wir müssen die Deindustrialisierung beenden, und das geht nur mit knallharten Reformen. Und das muss auch eine SPD verstehen.»

Gleichzeitig betonte Peters, dass es bei der Wahl am 20. September um das Land gehe und nicht um den Bund. «Wir haben aber im Moment eine Situation, in der wir gar keine Landtagswahl stattfinden lassen. Es geht gar nicht um die Landesthemen. Es geht darum, irgendwie die AfD zu verhindern.»

Zudem würden oft bundespolitische Themen in den Mittelpunkt gestellt. Es sei aber wichtig, über die Themen des Landes zu reden. «Es kommt am 20. September auf das Land Mecklenburg-Vorpommern an. Da wird nicht über die Bundespolitik abgestimmt, sondern es geht um die Zukunft des Landes Mecklenburg-Vorpommern.»

Das werde die CDU in den nächsten 14 Tagen sehr deutlich machen. «Friedrich Merz steht nicht zur Wahl, sondern ich und die Kandidatinnen und Kandidaten der Union in Mecklenburg-Vorpommern stehen zur Wahl.»

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war die AfD mit 43,8 Prozent der Stimmen mit Abstand stärkste Kraft geworden. Die CDU stürzte auf 17,2 Prozent ab. Die Linke kam auf 8,6 Prozent, die SPD auf 9,3 Prozent, die Grünen kletterten auf 8,9 Prozent, das BSW bekam 5,3 Prozent der Stimmen, die FDP schaffte den Einzug in den Landtag mit 2,6 Prozent nicht.

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. Auch hier liegt die AfD in Umfragen vorn - allerdings bislang unter der Marke von 40 Prozent. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig liegt auf Rang zwei. Der CDU droht im Nordosten ein historisch schlechtes Abschneiden mit Umfragewerten um und teilweise unter zehn Prozent.

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