14. Juli 2026 – dpa
Das Feuer im Müritz-Nationalpark breitet sich nur noch sehr langsam weiter aus. Einsatzkräfte setzen auf Riegelstellungen, um die Flammen einzudämmen. Evakuierungen sind vorerst aufgehoben.
Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark hält die Einsatzkräfte weiter in Atem, dennoch hat sich die Lage etwas entspannt. Das Feuer auf dem ehemaligen Panzerschießplatz hat sich nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte weiterhin auf rund 15,5 Hektar ausgedehnt und damit im Vergleich zum Vorabend nicht vergrößert, wie ein Sprecher des Landkreises mitteilte.
Nach Angaben der Einsatzleitung bewegt sich das Feuer derzeit nur sehr langsam in Richtung des Ortes Boek. Tagesziel sei es nun, Riegelstellungen vor Granzin, Granziner Mühle, Krienke und Boek zu vervollständigen, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. In der Nacht waren Teile der Einsatzkräfte zur Erholung aus dem Einsatz genommen worden. Sie kehren nun nach und nach an die Brandstelle zurück.
Die zwischenzeitlich angeordneten Evakuierungen für Granzin, Granziner Mühle und Krienke bleiben weiterhin aufgehoben. Das Gemeindezentrum in Peckatel steht jedoch vorsorglich weiter als mögliche Unterkunft bereit, falls sich die Lage ändern sollte. Auch die Einwohner des Ortes Speck wurden darüber informiert, dass eine Evakuierung im Bedarfsfall möglich wäre. Aufgrund der aktuellen Wetterverhältnisse halten die Behörden dies derzeit jedoch für unwahrscheinlich.
Der Brand war auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im Müritz-Nationalpark ausgebrochen und hatte sich auf eine Fläche von etwa 155.000 Quadratmetern ausgedehnt. Weil sich im Brandgebiet noch Munition befindet, ist weiterhin auch der Munitionsbergungsdienst eingebunden. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.
Die Behörden appellieren zudem an Urlauber und Ausflügler, den Müritz-Nationalpark derzeit zu meiden. Besucher sollten die Einsatzkräfte nicht behindern und den Bereich weiträumig umfahren. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Tage andauern.