10. Juli 2026 – dpa

Schule in Hagenow

Jeder dritte Schüler durchs Abitur gefallen - Schulamt prüft

An einem Gymnasium in Hagenow sind 35 Prozent aller Schülerinnen und Schüler durch das Abitur gerasselt. In einem Video erhebt eine Schülerin Vorwürfe. Das Schulamt prüft den Fall.

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Das Staatliche Schulamt Schwerin analysiert den Sachverhalt derzeit. (Symbolbild)

Nachdem an einem Gymnasium in Hagenow jeder dritte Schüler sein Abitur nicht bestanden hat, beschäftigt sich das Staatliche Schulamt Schwerin mit dem Fall. Von den 51 zur Prüfung zugelassenen Schülerinnen und Schülern fielen 18 durch, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums auf Nachfrage bestätigte. Rechnerisch wären das rund 35 Prozent. Eine Person sei nicht zur Abiturprüfung zugelassen worden. Zuvor hatte der «Nordkurier» berichtet.

«Die Ursachen hierfür werden derzeit umfassend analysiert», teilte das Schulamt laut Ministerium mit. Die Ergebnisse würden dann in den Fachkonferenzen ausgewertet werden und ebenso wie eine schulinterne und eine externe Evaluation in die bereits laufende Analyse einfließen.

In dem Abiturjahrgang der Schule im Landkreis Ludwigslust-Parchim habe es in den Fächern Mathematik, Deutsch und Geschichte keinen Lehrkräftewechsel gegeben, so das Schulamt. Kurz- und langfristige Krankheitsausfälle seien durch organisatorische und personelle Maßnahmen aufgefangen worden. Die Unterrichtsversorgung war demnach sichergestellt.

Eine Aussage darüber, wie viele Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr landesweit durch das Abitur gefallen sind, ist laut Ministeriumssprecher noch nicht möglich. Die Angaben lägen voraussichtlich im November vor. Nach Angaben der Kultusministerkonferenz waren 2025 in ganz MV 8,3 Prozent der Prüflinge durch das Abitur gefallen, im Jahr zuvor 7,4 Prozent. In anderen Bundesländern lag die Quote demnach ebenfalls im einstelligen Bereich.

Für Aufsehen gesorgt hatte diese Woche ein Ausschnitt aus einem Video, der in den sozialen Medien kursierte. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Der Clip zeigt demnach die Abschlussrede einer Schülerin des Gymnasiums in Hagenow. Darin erhebe sie unter anderem Vorwürfe gegen einige Lehrkräfte und kritisiere die hohe Zahl nicht bestandener Abiturprüfungen.

Das Schulamt bestätigte, dass eine Schülerin der betreffenden Schule in Hagenow in ihrer Abschlussrede «Beschimpfungen und Verunglimpfungen» geäußert habe. «Dies war sicherlich dem Umstand geschuldet, dass sie die Abiturprüfungen nicht bestanden hat», hieß es von der Behörde.

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