27. August 2026 – dpa

Aufruf vor Landtagswahlen

Lehrer appellieren: «Stärken Sie Kräfte für Weltoffenheit»

Der Deutsche Philologenverband und der Deutsche Hochschulverband melden sich mit einem Wahlaufruf zu Wort. Ein Thema liegt ihnen besonders am Herzen.

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Lehrende und Forschende melden sich gemeinsam mit einem Wahlaufruf. (Archivbild), Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin starten der Deutsche Philologenverband und der Deutsche Hochschulverband einen gemeinsamen Wahlaufruf. «Stärken Sie mit Ihrer Stimme diejenigen Kräfte, die für Weltoffenheit stehen und die Autonomie von Wissenschaft und Bildung verlässlich schützen», heißt es in dem Appell.

Dieser richte sich an alle Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber an Lehrende, Forschende und Studierende, erklären die beiden Verbände gemeinsam. «Die Freiheit von Bildung und Wissenschaft ist Voraussetzung für Demokratie, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt», betonen die Initiatoren.

«Wo Lehrinhalte parteipolitisch gesteuert, Hochschulen in ihrer Autonomie beschränkt oder Forschungsergebnisse nach politischer Opportunität bewertet werden, geraten Erkenntnis, Vielfalt der Perspektiven und internationaler Austausch unter Druck», heißt es weiter. Schulen und Hochschulen bräuchten ein Klima des offenen, sachlichen Austauschs und produktiver Kontroverse.

Die Verbände setzen sich für den Erhalt der Schulbesuchspflicht ein. «Sie gewährleistet, dass Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Lebenswelten, Meinungen und Weltanschauungen in Kontakt kommen und in der Schule gesellschaftliche Teilhabe erfahren.» In dem Aufruf sind keine Parteien genannt. Die AfD stellt die Schulpflicht infrage. Sie will stattdessen bei einer Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt eine Bildungspflicht mit der Option eines Unterrichts zu Hause.

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) versteht sich als Vertretung von Lehrkräften an Gymnasien und anderen Schulen, die zum Abitur führen. Er hat nach eigenen Angaben rund 90.000 Einzelmitglieder. Der Deutsche Hochschulverband ist die Berufsvertretung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit rund 34.000 Mitgliedern.

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