30. September 2026 – dpa

Mühsamer Aufstieg

Mehr Ostdeutsche als Chefs: 13,4 Prozent bei Bundesbehörden

Auch 36 Jahre nach der Deutschen Einheit haben überproportional viele Westdeutsche in den Führungsetagen das Sagen. Der Bericht der Ostbeauftragten zeigt aber kleine Fortschritte.

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Es geht langsam bergauf mit der Zahl der Ostdeutschen in Führungspositionen, zumindest in Bundesbehörden. (Symbolbild), Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Zahl der Ostdeutschen in den Chefsesseln der oberen Bundesbehörden wächst langsam. Seit 2022 hat sich der Anteil der ostdeutschen Führungskräfte um 2,1 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent erhöht, wie aus dem Bericht der Ostbeauftragten Elisabeth Kaiser hervorgeht.

Erstmals sind demnach mehr als 100 Ostdeutsche in diesen Behörden in Leitungsfunktionen tätig. An den Spitzen der Behörden stehen aber nach wie vor fast immer Menschen westdeutscher Herkunft. Nur 4,3 Prozent sind Ostdeutsche.

Unter den Bundesrichterinnen und Bundesrichtern erreichen Ostdeutsche inzwischen einen Anteil von 10,6 Prozent – ein deutliches Plus gegenüber 2022 mit 7,1 Prozent. In den Positionen Vorsitzender Richter an Bundesgerichten sind Ostdeutsche allerdings nur zu 4,4 Prozent vertreten.

Die Bundesregierung hatte 2023 ein Konzept beschlossen, um mehr Ostdeutsche in führende Positionen der Bundesverwaltung zu bringen. Gemeint sind Behörden wie etwa das Bundesverwaltungsamt, das Bundeskriminalamt oder das Bundesversicherungsamt. Begründung ist, dass auch 36 Jahre nach der Deutschen Einheit Ostdeutsche nicht entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil von 20 Prozent vertreten seien.

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