23. Juni 2026 – dpa

Zehntausende Tiere starben

Nach Großbrand: Aus für Schweinezucht in Alt Tellin

Nach dem verheerenden Feuer im Frühjahr 2021, bei dem knapp 50.000 Schweine umkamen, ist die Zuchtanlage in Alt Tellin endgültig Geschichte. Die Betreiberin hat ihre Anträge zurückgezogen.

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Jetzt ist die Genehmigung für die Schweinehaltung in Alt Tellin erloschen. (Archivbild)

Mehr als fünf Jahre nach dem verheerenden Großbrand ist die Haltungsgenehmigung der ehemaligen Schweinezuchtanlage in Alt Tellin erloschen. Grundlage dafür sei, dass der Anlagenbetrieb mehr als drei Jahre lang unterbrochen war, wie das Schweriner Agrar- und Umweltministerium mitteilte. Zudem habe die Betreiberin im Mai ihre Anträge auf Verlängerung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zurückgezogen, das entsprechende Verfahren wurde eingestellt.

Am 30. März 2021 war die Sauen- und Ferkelaufzuchtanlage im Landkreis Vorpommern-Greifswald abgebrannt. Knapp 50.000 Schweine verendeten, überwiegend Ferkel. Menschen wurden nicht verletzt. Nur etwa 1.300 Tiere konnten gerettet werden. Die Brandursache wurde laut Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei geklärt. Die Ermittlungen wurden eingestellt, der Schaden auf 40 Millionen Euro geschätzt.

«Der Brand von Alt Tellin war eines der schwersten Unglücke in der Geschichte der Nutztierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern», sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) laut Mitteilung. «Mit dem Erlöschen der Genehmigung endet nun auch rechtlich ein Kapitel, das unser Land nachhaltig geprägt hat.» Von der Entscheidung unberührt ist laut Ministerium die am Standort vorhandene Biogasanlage.

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