24. September 2026 – dpa
Am vergangenen Sonntag wurde in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Ein ranghoher Posten muss in der neuen Legislaturperiode mit einem anderen Politiker besetzt werden.
Staatskanzlei-Chef Patrick Dahlemann will mit dem Ende der Wahlperiode aus seinem Amt ausscheiden. «Meine Amtszeit als Chef der Staatskanzlei endet mit dem Zusammentritt des neuen Landtages. Ich werde nach erfolgreichem Abschluss der Regierungsbildung und der Neuwahl der Ministerpräsidentin auch mein Abgeordnetenmandat zurückgeben», kündigte der SPD-Politiker an.
Dahlemann hatte bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag seinen Wahlkreis Vorpommern-Greifswald IV an die AfD verloren. Es sei gelungen, in einer enormen Aufholjagd ein starkes Votum für Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die SPD einzufahren, sagte Dahlmann. Aber das Direktwahlergebnis «ist für mich ein harter persönlicher Einschnitt».
Dahlemann zog über die Landesliste in den Landtag ein. «Aber es ist mir, anders als bei den Landtagswahlen 2016 und 2021, nicht gelungen, meinen Wahlkreis rund um Torgelow, Ueckermünde und Eggesin zu gewinnen. Eine klare Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hat der AfD ihre Stimme gegeben.» Nach einem solchen Ergebnis könne er nicht weitermachen wie bisher, betonte er.
Chefs der Staatskanzlei gelten als enge Vertraute von Ministerpräsidenten. Dahlemann ist seit zwölf Jahren Abgeordneter im Landesparlament. Seit November 2021 ist der 38-Jährige Chef der Staatskanzlei. Davor war er fünf Jahre lang parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern.