04. September 2026 – dpa
Rockfestival-Fans sind eigentlich wetterfest. Doch der Starkregen in Nordwestmecklenburg ist derzeit zu heftig. Die Planer von «Jamel rockt den Förster» verschieben deshalb den Start.
Der Startschuss für das Rockfestival «Jamel rockt den Förster» muss wegen Starkregens um mehrere Stunden verschoben werden. «Die Zufahrt nach Jamel ist derzeit nicht möglich», teilten die Veranstalter auf dem Instagram-Kanal des Festivals mit. Wann genau es nun starten soll, ist bislang nicht bekannt. Laut Wettervorhersage hört der Niederschlag erst am Abend auf.
«Jamel rockt den Förster» ist ein seit 2007 ausgetragenes Rockfestival mit einer politischen Botschaft. Die Organisatoren, das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer, wollen damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Es ist eine Gegenveranstaltung zu Bemühungen örtlicher Neonazis, das Dorf Jamel in Nordwestmecklenburg in eine rechtsextreme Mustergemeinde zu verwandeln.
Das Spektakel zieht jedes Jahr Tausende Besucher an - auch weil prominente Musiker an den Start gehen. In der Vergangenheit traten so unter anderem Herbert Grönemeyer, Campino von den Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot und Deichkind auf. Dabei halten die Veranstalter die Namen der auftretenden Musiker und Bands traditionell bis zum Auftakt geheim. Neben der Musik sind auch Workshops und Infostände geplant.
In diesem Jahr hat sich auch die Schirmherrin der Veranstaltung, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, angekündigt. Das Festival werde aber kurz vor der Landtagswahl nicht zur Stimmabgabe für eine bestimmte Partei aufrufen, betonte eine Sprecherin der Veranstaltung.