22. September 2026 – dpa

Rüstung

Wichtig für Funksystem – Zentrum kümmert sich um Radpanzer

Die Bundeswehr modernisiert die eigene Kommunikation und braucht dafür auch Fahrzeuge. Ein neues Zentrum soll diese Fahrzeuge nicht nur warten. Das Konzept dafür kommt von einer anderen Waffengattung.

dxnlmjfj73-v7-ax-s2048.jpeg
Am Systemunterstützungszentrum in Neubrandenburg sollen Piranha-Radpanzer nicht nur gewartet werden.

Mit 15 Meter hohen, ausfahrbaren Antennenmasten sollen Radpanzer des Typs Piranha künftig digitale Funkkommunikation bei der Bundeswehr ermöglichen. In Neubrandenburg ist ein neues Zentrum unter anderem zur Wartung dieser vierachsigen Fahrzeuge eröffnet worden. In dem sogenannten Systemunterstützungszentrum sollen die Piranhas auch instand gehalten und Techniker an ihnen ausgebildet werden, wie der internationale Rüstungskonzern General Dynamics European Land Systems (GDELS) mitteilte.

Das Konzept eines solchen Systemunterstützungszentrums sei eigentlich bei der Luftwaffe gängig. Laut GDELS wird es nun erstmals für Landfahrzeuge umgesetzt. Nach neunmonatiger Bauzeit seit der Grundsteinlegung nehme das Zentrum seinen Betrieb auf.

Anfang 2025 hatte GDELS bekanntgegeben, dass die Bundeswehr im Rahmen eines ersten Loses rund 60 Piranha-Fahrzeuge bestellt habe als Teil eines Auftrags für bis zu 256 Fahrzeuge. Der Auftrag gehört demnach zu einem Milliardenprojekt unter Federführung des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall zum Aufbau eines digitalen Kommunikationsverbundes für die Bundeswehr.

Die ersten entsprechenden Piranhas befinden sich laut GDELS aktuell im Zulauf. Außerdem habe die Bundeswehr noch eine kleinere, dreiachsige Piranha-Variante als neues Aufklärungsfahrzeug geordert.

GDELS ist schon länger in Neubrandenburg tätig, seitdem das Unternehmen 2018 das dortige Instandhaltungsunternehmen Fahrzeugwerke Woldegk (FFW) übernommen hat, das für die Bundeswehr Wartungsarbeiten übernommen hat. Aktuell beschäftigt GDELS in Neubrandenburg nach eigenen Angaben mehr als 200 Menschen. Die Zahl könnte sich demnach in den kommenden Jahren etwa verdoppeln.

Zu DDR-Zeiten befand sich in Neubrandenburg ein Panzerreparaturwerk mit tausenden Beschäftigten. Hier wurden Panzer für die Armeen der Warschauer-Pakt-Staaten repariert.

News zum Nachhören

Aktuelles aus Mecklenburg-Vorpommern

Polizeimeldungen

Weitere Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Nachrichten aus Hamburg & Schleswig-Holstein

undefined
Live-Stream
Audiothek