Landtagwahl 2026

Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern

Claudia Müller
©Bündnis 90 / Die Grünen
Spitzenkandidatin und Mitglied des Bundestages

Claudia Müller

Geboren: 10. August 1981 in Rostock
Beruf: Betriebswirtin
Familie: zwei Kinder

"Wir wollen in Mecklenburg-Vorpommern Verantwortung übernehmen. Ja, wir wollen mitregieren!"


Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl, Claudia Müller, hat eine Regierungsbeteiligung in Schwerin als Wahlziel ausgegeben. „Wir wollen in Mecklenburg-Vorpommern Verantwortung übernehmen. Ja, wir wollen mitregieren – und zwar nicht als Anhängsel, sondern als Kraft, die Lösungen schafft“, sagt die 44-Jährige. Es gehe auch darum, eine AfD in der Schweriner Staatskanzlei zu verhindern. An die Adresse der SPD-Vorsitzenden Manuela Schwesig sagt Müller: „Du wirst uns noch brauchen für eine stabile demokratische Mehrheit.“ Diese gebe es nur mit den Grünen. „Alles andere ist der sichere Weg in die Unsicherheit“, so Müller. Die Grünen müssen allerdings um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Wahlumfragen sahen die Partei zuletzt bei vier bis fünf Prozent. Auf der Landesliste stehen 20 Kandidatinnen und Kandidaten, die für Bündnis 90/Die Grünen in den Landtag einziehen wollen.

Müller wirft der aktuellen Landesregierung Versagen beim Klimaschutz vor. Sie bremse, verzögere und habe das Ziel der Klimaneutralität von 2040 auf 2045 verschoben. „Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Rot-Rot verschiebt das Klimaziel, das einst Rot-Schwarz beschlossen hatte, nach hinten“, so Müller.

Die Grünen wollen den Klimaschutz im Wahlkampf nach vorn stellen. „Bei diesen Themen ist auf die anderen kein Verlass, das müssen wir machen“, meint die Spitzenkandidatin. Das Wahlprogramm der Grünen umfasst 17 Kapitel und steht unter dem Titel „Klare Kante Zukunft“. Die beiden ersten Kapitel sind der Klimapolitik sowie dem Umwelt- und Naturschutz gewidmet. Gefordert wird etwa einen „Nachbarschaftsbonus“ für Menschen, die bis zu zwei Kilometer von Windparks wohnen oder bis zu 500 Meter von Solarparks. Ihnen solle das Netzentgelt erlassen werden - das seien 25 Prozent der Stromkosten. Im Nahverkehr wird ein Stundentakt statt des bisherigen Zweistundentaktes angestrebt. Außerdem sollten alle unter 27 Jahren ein kostenfreies Deutschlandticket bekommen. (dpa/osw)

HIER >>> AUSFÜHRLICHES GRÜNEN-WAHLPROGRAMM 2026 >>> Online noch nicht verfügbar

Worüber möchtet ihr euch informieren?

undefined
Audiothek