Landtagswahl 2026

Die Linke Mecklenburg-Vorpommern

Simone Oldenburg
@DIE LINKE
Spitzenkandidatin und Bildungsministerin

Simone Oldenburg

Geboren: 22. März 1969 in Wismar
Beruf: Lehrerin/Schulleiterin
Familie: verheiratet, ein Kind

"Wo links ist, hat rechts außen keinen Platz."

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Simone Oldenburg von Die Linke
07.09.2026
Simone Oldenburg im Interview
Programmchef Tino Sperke im Gespräch mit Simone Oldenburg von Die Linke. Aufgezeichnet am 01.09.26.
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Die Linke zieht eine überwiegend positive Bilanz ihrer Regierungsbeteiligung der vergangenen Jahre. Die Partei habe in der Koalition mit der SPD gezeigt, „wie verlässliches Regieren aussieht“, sagt Linken-Landeschef Hennis Herbst. Er erwähnte dabei auch Verbesserungen in den Kinderkrippen und Horten ab 2027, die die Landesregierung nach einem Volksbegehren jüngst angekündigt hatte. Spitzenkandidatin ist Bildungsministerin Simone Oldenburg. Auf der Landesliste stehen 25 Kandidatinnen und Kandidaten, viele davon finden sich auch als Direktkandidaten für die 36 Wahlkreise in MV wieder.

Im Wahlprogramm 2026 setzt die Partei auf soziale Sicherheit, mehr Investitionen in Bildung und einen konsequenten Kampf gegen Rechtsextremismus. In dem rund 60-seitigen Dokument mit dem Leitmotiv „Sozial. Gerecht. Antifaschistisch.“ findet sich u.a. ein 300-Millionen-Euro-Bildungspaket für mehr Personal und individuelle Förderung auf den Weg bringen. Die beitragsfreie Kita solle beibehalten werden. MV stehe bundesweit an der Spitze bei der Chancengerechtigkeit in der Bildung, sagt Simone Oldenburg. „Wir hören nicht auf, auch in die Zukunft der Jugendlichen und damit in unser aller Zukunft zu investieren.“ Investieren möchte die Partei auch in Kinder- und Jugendarbeit, Kultur, Mobilität im ländlichen Raum, digitale Infrastruktur sowie Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene digitaler Gewalt. Beim Thema Wohnen kündigt die Linke an, kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen auszubauen und steigende Mieten stärker zu regulieren. Zudem sollen energetische Sanierungen und Klimaschutz generell sozialverträglich gestaltet werden. Mit einer Bundesratsinitiative soll Wohnen als Grundrecht im Grundgesetz verankert werden. Rechtsextremismus als eine der größten Bedrohungen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt will die Linke laut Wahlprogramm konsequent bekämpfen. „Wo links ist, hat rechts außen keinen Platz“, sagte Oldenburg. Die Linke will außerdem die Bürgerbeteiligung und demokratiefördernde Netzwerke fördern und demokratische Institutionen stärken. Zudem plant sie, ein Verbotsverfahren gegen die AfD durch das Bundesverfassungsgericht mitzuinitiieren. Der 8. Mai soll ein gesetzlicher Feiertag werden. Dieser Tag steht für die Befreiung vom Nationalsozialismus im Jahr 1945. (osw/dpa)



AKTUELLE MELDUNGEN AUS DEM WAHLKAMPF

18.09.26 | WAHLKAMPFENDSPURT Der Vorsitzende der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Hennis Herbst, hat seine Partei im Wahlkampfendspurt noch einmal zum Ringen um jede Stimme aufgerufen. „Wir werden natürlich noch mal alles geben“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Während andere Parteien im Wahlkampf viel auf Taktik gesetzt hätten, habe die Linke stets die Inhalte nach vorn gestellt. Nötig sei eine linke Politik, die Sorgen der Menschen ernst nehme und nicht wie die Bundesregierung mit Kürzungen und dem Motto „Gürtel enger schnallen“ agiere, sagte Herbst. „Das sollten wir auch in den nächsten fünf Jahren hier in Mecklenburg-Vorpommern haben.“ Die Linke will die rot-rote Koalition unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) fortsetzen. Die Sozialdemokraten liegen in der jüngsten Umfrage für das ZDF-Politbarometer mit 37 Prozent knapp vor der AfD, die auf 36 Prozent Zustimmung kommt. Die Linke liegt bei 9 Prozent, die CDU bei 6, die Grünen bei 5 und das BSW bei 4 Prozent. Umfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Sie bilden nur den Stand zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognose. Zudem haben sie statistisch bedingt eine Fehlermarge.

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Foto: © Philip Dulian/dpa

27.07.26 | VORSTELLUNG WAHLKAMPAGNE Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern will sich im beginnenden Wahlkampf zur Landtagswahl am 20.09.26 als Kraft für das Soziale und als Kümmerer-Partei profilieren. „Wir treten nach oben“, lautet der Slogan auf einem Großflächenplakat, das die Parteispitze in Schwerin vorstellte. „Die Linke hilft gegen die da oben“, heißt es auf der Plakatwand weiter. Illustriert wird damit die Forderung nach Wiedereinführung der Vermögensteuer in Deutschland, um Bedürftige zu unterstützen, wie die Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Simone Oldenburg, erklärte. Die Linke wolle eine Umverteilung von den Multimillionären statt Kürzungen bei Verkäuferinnen, Krankenpflegern oder Alleinerziehenden. „Eine unserer Stärken ist das Soziale“, sagte die 57-Jährige. „Und dieses Soziale wollen wir natürlich auch in der Landtagswahl ganz nach vorne bringen.“
Eine weitere zentrale Aussage soll im Wahlkampf „Die Linke hilft“ sein, wie bei der Kampagnenvorstellung am innerstädtischen Pfaffenteich deutlich wurde. Der Landesvorsitzende Hennis Herbst verwies auf Angebote der Partei wie Sozialberatung oder Hilfe beim Ausfüllen von Formularen. Auf Plakaten heißt es etwa: „Die Linke hilft gegen Wuchermieten“ oder „Die Linke hilft gegen soziale Kälte“. (dpa)


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