Landtagswahl 2026
SPD Mecklenburg-Vorpommern
Foto: Susie Knoll / SPD MV
Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin
Manuela Schwesig
Geboren: 23. Mai 1974 in Frankfurt (Oder)
Wohnort: Schwerin
Gelernter Beruf: Diplom-Finanzwirtin
Familie: verheiratet, zwei Kinder
"Bei der MV-Wahl am 20. September geht es um eine Richtungsentscheidung."
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1. TV-Duell zur Landtagswahl 2026 (v.l.n.r. Leif-Erik Holm, Pinar Atalay, Manuela Schwesig)
09.09.2026
Manuela Schwesig vs. Leif-Erik Holm
TV-Duell zur Landtagswahl 2026 am 09.09.2026
Die SPD Mecklenburg-Vorpommern will mit Spitzenkandidatin Manuela Schwesig wieder stärkste Kraft bei der Landtagswahl am 20. September werden. Die 52-Jährige ist seit Juli 2017 Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Landes-SPD. Bei der Landtagswahl 2021 war die SPD mit 39,6 Prozent stärkste Kraft geworden. Im aktuellen Landtag stellt sie 34 der 79 Abgeordneten.
Wichtigste Themen im SPD-Wahlprogramm sind Wirtschaft und Arbeitsplätze, Bildung und soziale Sicherheit sowie der Zusammenhalt in der Gesellschaft. Unter anderem wollen die Sozialdemokraten eine Landesförderbank gründen, die an Unternehmen und Privatleute gezielt zinsgünstige Kredite ausreichen soll - etwa an junge Familien für den Erwerb einer Immobilie. Junge Menschen sollen mit einem zinslosen Kredit beim Führerschein unterstützt werden. Außerdem sollen in den kommenden fünf Jahren 1.000 Wohnheimplätze neu gebaut oder saniert werden. Die Praktikumsprämie im Handwerk, die laut Schwesig zuletzt von 600 jungen Leuten genutzt wurde, soll auf andere Bereiche der Wirtschaft ausgeweitet werden.
Schwesig betont im aktuellen Wahlkampf immer wieder: „Bei der MV-Wahl am 20. September geht es um eine Richtungsentscheidung. Entweder Manuela Schwesig als Ministerpräsidentin mit einer starken SPD und einer starken, demokratischen, verlässlichen Regierung, oder die Alleinherrschaft der AfD, die unser Land spalten will und die in unserem Land Extremisten an die Macht lassen will.“
Insgesamt schickt die MV-SPD zur Landtagswahl 62 Kandidaten über ihre Landesliste ins Rennen. Nach Schwesig folgen auf der Liste Mitglieder ihres aktuellen Kabinetts und Spitzenfunktionäre der Partei im Landtag: Innenminister Christian Pegel, Landtagspräsidentin Birgit Hesse, Agrarminister Till Backhaus, Gesundheitsministerin Stefanie Drese. Die Landesliste einer Partei wird bei der Landtagswahl am 20. September mit der Zweitstimme gewählt. Die Erststimme gilt den Direktkandidaten, die in den 36 Wahlkreisen antreten. Sie werden von den Parteigliederungen vor Ort aufgestellt. Alle Direktkandidaten der SPD stehen auch auf der Landesliste. (osw/dpa)
AKTUELLE MELDUNGEN AUS DEM WAHLKAMPF
07.09.26 | SCHWESIG WIRD ZUR DIE FRAU GEGEN BLAU Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt will die SPD in MV ihren Wahlkampf gegen die Rechtsaußen-Partei bis zur Landtagswahl am 20. September zuspitzen. Die Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig stellte in Schwerin ein neues Plakatmotiv vor: „Die Frau gegen Blau“. Nach ihren Worten wollen 60 Prozent der Menschen in MV sie weiterhin als Ministerpräsidentin. Wer das wolle, müsse SPD wählen, sagte Schwesig. Sie warb um beide Stimmen bei der Landtagswahl. Es gelte zu verhindern, dass die AfD stärkste Kraft wie in Sachsen-Anhalt werde, sagte sie. Umfragen sehen die AfD aktuell auch in MV vorn, allerdings ist die Partei weit von einer absoluten Mehrheit entfernt. Zuletzt konnte die SPD in Umfragen den Abstand verringern. Werde die AfD am 20. September in MV stärkste Kraft wie in Sachsen-Anhalt, drohten dem Land schwierige Regierungsverhältnisse, sagte Schwesig. Es bestehe die Gefahr, dass das Land in eine Hängepartie gerate. Die AfD sei gar nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen und auf andere für eine Regierungsbildung zuzugehen. Schon am Wahlabend habe die AfD in Magdeburg von Neuwahlen gesprochen, weil sie nicht die absolute Mehrheit bekommen habe.
26.08.26 | SCHWESIG KRITISIERT BUNDESREGIERUNG Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat die Bundesregierung zu einer entschiedeneren Umsetzung der Reformpläne aufgefordert. „Wir müssen den Menschen zeigen, dass wir sie und ihre Probleme ernst nehmen“, sagte Schwesig dem „Spiegel“. „Die Bundesregierung streitet, anstatt zu helfen. Das ist das vorherrschende Gefühl“, kritisierte die SPD-Politikerin. Als Beispiel nannte die Ministerpräsidentin den „Tankrabatt“, der vielen Menschen geholfen habe und dann ohne Nachfolgeregelung ausgelaufen sei. „So etwas meine ich, solche Sachen sind fatal.“ Schwesig betonte, Reformen seien notwendig. Entscheidend sei die Frage, wer dadurch am stärksten belastet werde. „Bei Gesundheit, Pflege und Rente werden immer diejenigen am stärksten belastet, die arbeiten und das System tragen. Ich halte das für falsch.“ In einem seiner ersten Schritte hatte sich der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) gegen die geplanten Einsparungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger ausgesprochen. Schwesig sagte, die Bundesregierung sollte dies zum Anlass für einen Neustart bei der Pflegereform nehmen: „Das geht nicht ohne die Länder, wir müssen mit am Tisch sitzen.“
26.08.26 | SCHWESIG WILL NICHT PARTEICHEFIN WERDEN Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Spekulationen um einen möglichen Wechsel an die Parteispitze der Sozialdemokraten zurückgewiesen. „Ich habe nicht die Absicht, für den Parteivorsitz zu kandidieren“, sagte sie bei einem Wahlforum der „Ostsee-Zeitung“. Die Spitze der Bundespartei um Lars Klingbeil und Bärbel Bas steht seit Wochen unter Druck. Schwesigs Name war dabei auch im Zusammenhang mit einem möglichen Führungswechsel genannt worden.
05.08.2026 | WAHLKAMPAGNE VORGESTELLT Bei strahlendem Sonnenschein hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit der Vorstellung der Wahlplakate die Kampagne der SPD in Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Jetzt beginne die „heiße Wahlkampfphase“, kündigte der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, Julian Barlen, bei der Veranstaltung in Sichtweite des Schweriner Schlosses an. Dort will Schwesig nach der Wahl am 20. September wieder als Regierungschefin einziehen. In Umfragen liegt die SPD derzeit allerdings nur auf Rang zwei - hinter der oppositionellen AfD. Schwesig sprach von einer Richtungswahl. Es gehe darum, ob sie als Ministerpräsidentin weiter stabile, verlässliche und demokratische Politik machen könne oder die AfD an die Macht komme. „Dann wird es für die Menschen im Land schlechter“, sagte sie. Punkten will sie mit dem Versprechen, wirtschaftlich den Klein- und Mittelstand zu fördern und gleichzeitig mit einem zwei Milliarden Euro schweren Investitionsplan bis 2035 auch neue Industriearbeitsplätze zu schaffen. Im Bildungsbereich warb sie mit den beitragsfreien Kitas für ihre Politik und versprach eine Milliarde an Investitionen für die Sanierung von Schulen und Berufsschulen. Die seit 2017 in Schwerin regierende Politikerin geht mit noch zwei weiteren Subventionsversprechen in den Wahlkampf: Das Deutschlandticket soll künftig generell für Jugendliche billiger werden - bislang galten Rabatte für Rentner und Azubis. Und das Land will Vereinen bei Veranstaltungen mit den Musikrechten unter die Arme greifen. Bei bis zu drei Veranstaltungen pro Jahr werde die Regierung den Vereinen die GEMA-Gebühren zurückerstatten. Einmal mehr versuchte sich Schwesig dabei als Landesherrin von der Bundesregierung und deren Politik abzusetzen, auch wenn dort die SPD als Koalitionspartner mitagiert. So kündigte sie ein Veto gegen die Rentenreform im Bundesrat an und widersprach Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die erst ab 2030 mit sinkenden Strompreisen rechnet. „Das ist völlig inakzeptabel“, sagte Schwesig. Im Land werde Strom für fünf Cent die Kilowattstunde produziert. Das sei an Wirtschaft und Privatverbraucher weiterzugeben, forderte sie. (dpa)