24. Juli 2026 – dpa
64. Verhandlungstag
Im Block-Prozess sollte am kommenden Montag eine Sachverständige zu den Folgen der Entführung für die Kinder gehört werden. Doch der Termin verschiebt sich.
Die Fortsetzung des Hamburger Prozesses um die Entführung der Block-Kinder verzögert sich. Der für Montag geplante Termin müsse wegen der Erkrankung einer Person aus dem Kreis der Verfahrensbeteiligten ausfallen, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Derzeit gehe die Strafkammer am Landgericht davon aus, dass die Hauptverhandlung am Dienstag fortgesetzt werden könne.
Der Planung zufolge soll eine jugendpsychiatrische Sachverständige ihr Gutachten vorstellen. Es soll klären, welche Folgen die Entführung für die beiden Kinder von Christina Block und ihrem Ex-Mann Stephan Hensel hatte. Bei der Anhörung der Sachverständigen könnte die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. Die Entscheidung muss das Gericht aber noch treffen.
Die Hamburger Unternehmerin ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma im Zuge eines langen Sorgerechtsstreits mit ihrem Ex-Mann damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder - damals zehn und 13 Jahre alt - vom Wohnort des Vaters in Dänemark zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet die Vorwürfe. Es gibt noch sechs weitere Angeklagte.
Der Prozess hat bereits 63 Verhandlungstage gesehen. Weitere Termine sind bis Ende des Jahres angesetzt.