10. September 2026 – dpa

Ocean Race Atlantic

Boris Herrmann verpasst Podium um fünf Minuten

Das «kleine Wunder von Lorient» ist ausgeblieben: Boris Herrmanns Team Malizia hat das Transat von New York nach Lorient nach packendem Finale mit Platz vier beendet. Am neuen Boot lag es nicht.

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Durfte angesichts einer Kollision mit Platz vier im Ocean Race Atlantic zufrieden sein: Boris Herrmann. (Archivbild)

Generalprobe ohne Podiumsplatz: Boris Herrmanns Team Malizia hat die Premiere des Ocean Race Atlantic mit Platz vier beendet. Nach 8 Tagen, 6 Minuten und 40 Sekunden fehlten im hoch spannenden Schlussduell der neuen «Malizia 4» mit der japanischen «DMG Mori Global One» nur fünf Minuten zu Platz drei. Beide Boote der Imoca-Klasse sind erst zwei Monate alt, galten vor dem Rennstart am 2. September als Favoriten.

Sieger des Rennens wurde Paul Meilhats «United by the Ocean» vor Francesca Clapcichs «11th Hour Racing», Herrmanns ehemaliger «Malizia 3». Die beiden besten Boote im Transatlantikrennen von New York nach Lorient wurden 2022 zu Wasser gelassen. Meilhat hatte mit demselben Boot unter dem früheren Namen «Biotherm» 2025 das Ocean Race Europe mit Start in Kiel gewonnen.

Bretonisches Krimifinale im Atlantikrennen

Alle vier ersten Boote des Rennens über den Atlantik kamen nach 3000 Seemeilen binnen weniger als einer halben Stunde ins Ziel. «Ich bin stolz auf mein Team. Darauf, wie wir motiviert geblieben sind und gekämpft haben. Das Handicap hätte uns auch demotivieren können», sagte Herrmann nach dem Krimifinale in der Bretagne.

Am vierten Renntag war Team Malizia in Führung liegend mit einem Meeressäuger oder großen Fisch kollidiert. Die Folge war ein Schaden am Foil-System des fast neuen Bootes – ein Handicap für die Crew. Wie es ohne den Schaden gelaufen wäre? «Es ist immer blöd, über so etwas zu spekulieren, aber es hat uns in diesem Rennen auf jeden Fall sehr zurückgehalten», sagte Herrmann. Das ist schon ein bisschen enttäuschend.»

Neue «Malizia 4» gehandicapt, aber schnell

Sein neues Boot dagegen hat den 45-Jährigen aus Hamburg überzeugt. Der sechsmalige Weltumsegler zog nach der ersten Regatta mit dem vom Franzosen Antoine Koch entworfenen Boot eine positive Bilanz. «Das Boot ist außergewöhnlich! Wir waren am Wind nach dem Start bis zur Kollision superschnell. Das hat uns dann etwa zwei Stunden Arbeit gekostet. Das konnten wir danach nie wieder ganz aufholen.»

Das Ocean Race Atlantic gilt als Generalprobe für das Ocean Race um die Welt, an dem auch Team Malizia teilnimmt, bevor Boris Herrmann 2028 seine dritte Vendée Globe ins Visier nimmt. Der Startschuss zum Ocean Race fällt am 17. Januar im spanischen Alicante.

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