01. September 2026 – dpa

Transfers des Hamburger SV

Die HSV-Offensive: Vieira-Rückkehr krönt 30-Millionen-Sommer

Fabio Vieira kehrt auf den letzten Drücker zum Hamburger SV zurück. Das lässt viele Fans träumen. Nur ein Jahr nach dem Bundesliga-Aufstieg hat der HSV viel Geld in ein namhaftes Team investiert.

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Fabio Vieira kehrt zum Hamburger SV zurück. (Archivbild)

Auf diesen Moment haben viele Anhänger des Hamburger SV mehr als drei Monate gewartet: Am letzten Tag der Transferfrist kehrt der portugiesische Spielmacher Fabio Vieira vom FC Arsenal zum HSV zurück.

«Die Fans haben mir wirklich jeden Tag geschrieben - kein Spaß», sagte der 26-Jährige in einem Interview auf der Vereinshomepage. «Wenn du von allen Seiten - den Fans, Verantwortlichen, Trainern, Spielern und Mitarbeitenden - ein solches Vertrauen bekommst, kannst du dich viel leichter entscheiden.»

Als Leihgabe des FC Arsenal war Vieira bereits in der vergangenen Saison ein Schlüsselspieler in Hamburg. Mit sieben Toren und fünf Vorlagen in 29 Bundesliga-Spielen hatte er einen großen Anteil daran, dass der Aufsteiger aus der zweiten Liga souverän in der ersten blieb.

Jetzt verpflichtet der HSV den besten Fußballer seines Kaders sogar fest - und das zu Konditionen, die lange Zeit völlig unrealistisch erschienen: 35 Millionen Euro zahlte der FC Arsenal noch 2022 für Vieira an den FC Porto. 22 Millionen betrug die Kaufoption, die die Hamburger im Mai nach dem Ende der vergangenen Saison hätten aktivieren können. 18 Millionen verlangte der englische Meister in den vergangenen Wochen noch. Am Ende einigten sich beide Clubs auf einen Preis, der nach übereinstimmenden Medienberichten in Deutschland und England unter zehn Millionen Euro liegt.

«Ein Riesenkompliment» sprach Sport-Vorständin Kathleen Krüger dafür an Sportdirektor Claus Costa, Trainer Merlin Polzin und «unser gesamtes Team» aus. Das hätte sich «unermüdlich um Fabios Rückkehr bemüht». «Dass es uns als Club bereits im zweiten Jahr nach dem Aufstieg gelungen ist, ihn fest an den HSV zu binden: Das ist alles andere als selbstverständlich und ein starkes Zeichen für unsere Entwicklung», sagte Krüger.

Die Rückkehr von Vieira war nicht der einzige Transfer an diesem «Deadline Day»: Für die rechte Seite verpflichteten die Hamburger den Marokkaner Zakaria El Ouahdi (KRC Genk). Für die linke Seite blieben sie bis zum Schluss an dem Norweger David Möller Wolfe (Wolverhampton Wanderers) dran. Beide spielten für ihr Land bei der Fußball-WM. Und alles in allem kostet den Club diese späte Einkaufstour einen zweistelligen Millionenbetrag - auch wenn die bevorstehenden Abgänge von Rayan Philippe (SC Paderborn) und Emir Sahiti (Hannover 96) das Gehaltsbudget an anderer Stelle wieder etwas entlasten.

Der HSV hat damit zumindest auf dem Papier einen Kader zusammen, dem nur ein Jahr nach der Bundesliga-Rückkehr mehr zuzutrauen ist als bloß der Kampf um den Klassenerhalt. Die Qualitätsspieler Vieira und Albert Grönbaek wurden fest gekauft, die neuen Stürmer Patson Daka und Terem Moffi deutlich unter früheren Marktwerten verpflichtet.

Mehr als 30 Millionen Euro gaben die Hamburger damit in einem Transfersommer aus, der eigentlich mit den genau entgegengesetzten Signalen begonnen hatte: Den Top-Verteidiger Luka Vuskovic musste man ohne jede Chance auf eine Weiterverpflichtung ziehen lassen. In den Vertragsgesprächen mit dem Stürmer Ransford Königsdörffer wurde man vom Bundesliga-Rivalen Mainz 05 überboten.

Doch jetzt klang es nicht mehr übertrieben, als Vieira nach seiner Vertragsunterschrift sagte: «Wir wollen den Club auf ein höheres Niveau bringen. Dabei möchte ich als ein Puzzleteil meinen Beitrag leisten. Der Club verdient es, wieder höher in der Tabelle zu stehen.»

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