14. August 2026 – dpa
Die ersten drei Seehund-Jungtiere sind in die Freiheit entlassen worden. Sie wurden in der Station Norddeich aufgezogen und hatten ausreichend Gewicht. Der Leiter sieht eine erfreuliche Entwicklung.
In der Nordsee sind die ersten Seehund-Jungtiere der Saison ausgewildert worden. Drei Heuler hatten nach Angaben der Seehundstation Norddeich das nötige Gewicht für die Auswilderung von mindestens 25 Kilogramm erreicht. Ernie, Tiffy und Lucy wurden an der Ostspitze der Insel Juist im niedersächsischen Wattenmeer in die Freiheit entlassen.
Mehr als 100 Jungtiere werden nach Angaben der Station in dieser Saison in Norddeich aufgezogen. Die Trennung von den Muttertieren sei in diesem Jahr häufig dem Wetter geschuldet, sagte Stationsleiter Peter Lienau. Die Störungsintensität durch den Menschen, die ihm zufolge ein Hauptgrund für solche Trennungen ist, sei erfreulicherweise geringer gewesen.
Wenn der Kontakt zwischen Jung- und Muttertier nicht mehr hergestellt werden kann, spricht man von einem Heuler, wie Lienau erläutert. Diese Tiere werden von staatlich bestellten Wattenjagdaufsehern geborgen und in Norddeich aufgezogen.