27. August 2026 – dpa
Der zu Ende gehende Sommer hat in den Hamburger Freibädern für gute Besucherzahlen gesorgt. Rekorde sind aber ausgeblieben, und das Wetter im Juli hätte nach Ansicht von Bäderland besser sein können.
Eine Woche vor dem Ende der Freibadsaison in Hamburg hat der städtische Betreiber Bäderland eine überwiegend positive Bilanz gezogen. Die reinen Sommerfreibäder hätten bislang rund 73 Prozent mehr Besucher als in der gesamten Vorjahressaison gezählt, teilte eine Sprecherin mit.
Im Vergleich zu dem außergewöhnlichen Sommer 2018 lagen die Besucherzahlen aber weiterhin rund 20 Prozent niedriger. Damals begann die Saison noch früher und dauerte bis weit in den September. «Wir hatten endlich mal wieder einen Sommer, der diesen Namen über längere Strecken verdient hat», sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel.
Die Freibadsaison 2026 hatte Ende Mai begonnen und damit etwa knapp einen Monat eher als im vergangenen Jahr. Die große Hitze im Juni führte zu einem Besucheransturm. Einzelne Rekordtage seien jedoch ausgeblieben. Wegen wechselhaftem Wetter während der Sommerferien sei der Juli ebenso durchwachsen gewesen wie im Vorjahr. An einigen Tagen seien die Besucherzahlen sehr gering gewesen. Erst der August habe mit beständigem Sommerwetter für stabile Freibadbedingungen gesorgt. Jetzt sei die Ferienzeit für viele Hamburger vorbei - entsprechend leerer seien die Freibäder.
Zum Wochenende wird ein Wetterumschwung mit Regen und kühleren Temperaturen erwartet. Auch die Wassertemperaturen gehen kontinuierlich zurück und liegen den Angaben zufolge derzeit bei knapp 20 Grad. Darum schließen die reinen Sommerfreibäder am Freitag kommender Woche. Doch im Kaifu in Eimsbüttel und am Stadtparksee sowie den Ganzjahresfreibädern geht der Badespaß vorerst weiter.
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) war nicht nur der Juni in Hamburg ungewöhnlich heiß gewesen, sondern auch der Juli wärmer als gewöhnlich. Die Tagestemperaturen hätten das langjährige Mittel um 1,8 Grad überschritten. Der Juni war den Angaben zufolge sogar 3,5 Grad wärmer als in der Referenzperiode von 1961 bis 1990.
Mit 46 Litern pro Quadratmeter regnete es im Juli auch deutlich weniger als gewöhnlich (77 Liter pro Quadratmeter). Die Sonne zeigte sich 210 Stunden, im langjährigen Mittel werden 201 Sonnenstunden gezählt.