27. August 2026 – dpa

Fußball-Bundesliga

Zum Start das Topspiel: «Stellenwert des HSV zu erkennen»

Der Hamburger SV muss im ersten Bundesliga-Spiel der Saison bei Borussia Dortmund antreten. Für Trainer Merlin Polzin kein Problem, sondern vielmehr Bestätigung für die Bedeutung des HSV.

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Freut sich auf die neue Saison: HSV-Trainer Merlin Polzin. (Archivbild)

Es gibt leichtere Aufgaben zum Bundesliga-Auftakt, als im Dortmunder Fußball-Tempel gegen den BVB zu spielen. Für HSV-Trainer Merlin Polzin scheint es kaum etwas Schöneres zu geben. «Wir sind direkt im Fokus, wir müssen direkt da sein und abliefern. Das macht auch was mit uns natürlich in der Vorbereitung, dass du dich mit der nötigen Schärfe und Anspannung dann auch auf diese Sache einstellst», sagte der 35-Jährige vor der Partie des Hamburger SV am Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim Vizemeister Borussia Dortmund.

Dass der HSV gleich am ersten Spieltag das Topspiel bestreitet, spricht aus seiner Sicht für den Verein. «Ich glaube, der Stellenwert des HSV ist auch noch mal klar daran zu erkennen», meinte er.

Für Polzin ist es die zweite Saison als Bundesliga-Trainer. Nach dem Aufstieg 2025 schaffte er in der vergangenen Spielzeit mit Platz 13 souverän den Klassenverbleib. Ähnlich wie im vergangenen Sommer erlebte der Kader auch in diesem Jahr einen Umbruch - wenn auch nicht so gravierend.

Der Abgang von Abwehrchef Luka Vuskovic (19) war schmerzhaft, aber absehbar. Immerhin besteht bei Spielgestalter Fabio Vieira die Hoffnung, dass er vor Ende der Transferperiode am Dienstag von seinem Club Arsenal in London freigegeben wird und auch in der neuen Saison im HSV-Trikot aufläuft.

Neu beim HSV sind unter anderem Sebastiaan Bornauw als Vuskovic-Nachfolger, für den Angriff Patson Daka und zuletzt Terem Moffi. Im Mittelfeld ist Martin Adeline ein Startelf-Kandidat. Der wichtigste Transfer war aber die Festverpflichtung der bisherigen Leihgabe Albert Grönbaek, der in der Vorbereitung und am Montag beim 3:0 in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde beim SC Verl mit zwei Toren seinen Wert unterstrich.

Außerdem machen Nachwuchsspieler wie der erst 16 Jahre alte Louis Lemke oder der 19-jährige Shafiq Nandja auf sich aufmerksam.

Fertig ist der HSV mit der Zusammenstellung seines Kaders 2026/2027 aber noch nicht. «Ich freue auf die letzte Woche. Was passiert, ist ja für jeden Fußballfan, aber auch für uns - ob das als Trainer ist oder als irgendwo anders Verantwortlicher -, eine herausfordernde Phase, aber irgendwie auch eine coole Phase, wo immer was passiert», meinte Polzin. «Und wenn Dynamik da ist, dann macht es auch immer Bock.»

Er selbst geht in die Saison mit einem Arbeitspapier bis 2027. Nach eigener Aussagen ist Polzin aber nicht nervös, weil noch keine Klarheit über seinen neuen Vertrag besteht. «Es ist immer die Frage, wie man dann auch Klarheit definiert. Ich glaube, sowohl wir als Trainerteam wissen ganz genau, was wir am Verein haben, als auch, dass der Verein weiß, was er an uns hat», sagte er.

Einen Deadline-Day wie bei der Transferperiode wird es laut Polzin nicht geben. Es werde über alles gesprochen, «was für beide Seiten wichtig ist». Es sei auch kein Geheimnis, «dass wir da voll dabei sind, aber da muss sich keiner Sorgen machen, dass ich irgendwie bin oder wir nervös sind oder der Verein es wird».

Wie bei Transfers gehe es darum, «auch da gute Entscheidungen zu treffen», sagte Polzin. Alle seien daran interessiert. «Und dann schauen wir, was in den nächsten Tagen und Wochen passiert.»

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