06. Oktober 2026 – dpa

Gewerkschaften

Gewerkschaft kritisiert Bekeris' Aussage zu Lehrermangel

Hamburgs Schulsenatorin Bekeris sagt, es sei kein Lehrermangel zu verzeichnen. Die Bildungsgewerkschaft stört sich an der Aussage und dem Plan der Senatorin, Schulklassen zu vergrößern.

kbipojtpfm-v11-ax-s2048.jpeg
Gewerkschafterin Yvonne Heimbüchel kritisiert Schulsenatorin Bekeris. (Archivbild)

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Hamburg kritisiert die Aussage von Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD), dass kein Lehrermangel zu verzeichnen sei. Die Bildungsgewerkschaft verweist auf Überstunden, die Lehrerinnen und Lehrer bereits leisteten. In der Vergangenheit hatte die GEW geschätzt, dass allein an Gymnasien und Stadtteilschulen 350 Vollzeitstellen fehlten, um die anfallende Mehrarbeit auszugleichen.

Die GEW kritisiert darüber hinaus den Plan der Schulbehörde, Schulklassen zu vergrößern. Die Änderung führt nach Bewertung der Gewerkschaft dazu, dass der Personalbedarf künstlich gesenkt wird und einzelne Lehrer mehr Arbeit als vorher haben, weil sie mehr Schüler betreuen. «Den im System verbleibenden Lehrkräften werden weitere Belastungen und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen auferlegt», sagte die stellvertretende Vorsitzende der GEW in Hamburg, Yvonne Heimbüchel.

Die Schulbehörde teilte mit, dass die im Schulgesetz festgeschriebenen Obergrenzen für Klassengrößen eingehalten würden.

Die Zahl der nicht besetzten Lehrerstellen an städtischen Schulen in Hamburg ist nach und nach gesunken. Im August waren laut Schulbehörde vier Stellen vakant. Der Anteil der nicht besetzten Lehrerstellen lag bei 0,03 Prozent.

Weitere Nachrichten aus Hamburg & Schleswig-Holstein

Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

undefined
Audiothek