07. August 2026 – dpa

Grundstücke

Hamburg gehört fast die Hälfte der Stadtfläche

Hamburg hat 2025 mehr Flächen gekauft als verkauft und hält nun fast die Hälfte des Stadtgebiets. Was das für neue Projekte und die Haushaltslage bedeutet.

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Die Stadt Hamburg hat auch im vergangenen Jahr mehr Flächen ge- als verkauft. (Archivbild)

Die Stadt Hamburg hat im vergangenen Jahr erneut mehr Grundstücke gekauft als verkauft. Insgesamt habe sie für 49,3 Millionen Euro 87,8 Hektar Fläche erworben, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Demgegenüber standen im vergangenen Jahr Verkäufe von 81,8 Hektar zum Preis von 14 Millionen Euro.

Zudem habe die Stadt Erbbaurechte für 8,5 Hektar vergeben, heißt es in der Flächenbilanz des Landesbetriebs Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG).

Die Freie und Hansestadt besaß damit den Angaben zufolge im vergangenen Jahr rund 29.505 Hektar Fläche – 20 Hektar mehr als im Jahr zuvor. Werden die Grundstücke der öffentlichen Unternehmen, an denen Hamburg mehrheitlich beteiligt ist, dazugerechnet, kommt die Stadt nach Dressels Angaben sogar auf einen Flächenbestand von 37.340 Hektar. Das entspreche fast der Hälfte (49,5 Prozent) der gesamten Fläche Hamburgs.

Zu den größten Ankäufen zählte eine landwirtschaftliche Fläche von 69.000 Quadratmetern in Harburg, auf der einmal Hunderte Wohnungen entstehen sollen. Ebenfalls bedeutsam gewesen sei das Ersteigern des Geländes der insolventen Hamburger Werft Pella Sietas. Das 147.690 Quadratmeter große Areal in Neuenfelde ging für rund 20 Millionen Euro an die Stadt.

Die Zahl der Erbbaurechtsverträge betrug den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 4.380 - vier weniger als im Jahr zuvor. 13 ausgelaufenen Erbbaurechtsverträgen stünden 9 neu abgeschlossene Verträge gegenüber, sagte LIG-Geschäftsführer Christof Otto. 34 Verträge seien verlängert worden.

Dressel verwies auf die schwierige Haushaltslage in den kommenden Jahren. Priorität habe zwar das Thema bezahlbares Wohnen, andererseits müsse aber auch die Einnahmenseite im Blick bleiben. «Eine Option muss dabei auch sein, die ein oder andere Fläche zu verkaufen, damit unsere Vorhaben auch weiterhin realisiert werden können», sagte Dressel.

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