29. September 2026 – dpa

Filmfest Hamburg

Helen Mirren begeistert Hamburg - und bekommt Filmpreis

Promi-Glanz an der Elbe. Die britische Oscar-Preisträgerin Helen Mirren hat dem Filmfest Hamburg einen Besuch abgestattet. Dabei hatte sie nicht nur ihren neuen Film im Gepäck.

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Internationale Prominenz auf dem roten Teppich des Filmfestes in Hamburg: Oscar-Preisträgerin Helen Mirren gab sich die Ehre. , Foto: Marcus Brandt/dpa

Oscar-Preisträgerin Helen Mirren (81) hat in Hamburg den Douglas-Sirk-Preis des Filmfests Hamburg verliehen bekommen. «Ich nehme diesen Preis mit großem Stolz an», sagte die britische Schauspielerin mit dem gläsernen Preis in den Händen. Es sei besonders, einen Preis für ein Lebenswerk zu bekommen. «Das weiß ich unglaublich zu schätzen.»

Es sei fast schon ein bisschen einschüchternd, sich selbst als junge Frau zu sehen, die ihr Bestes gebe und dabei total Angst habe, sagte Mirren. Zuvor war ihr Schauspielleben mit zahlreichen Filmschnipseln aus den vergangenen Jahrzehnten zusammengefasst worden. «Und das ist das Wunderbare an unserer Arbeit: Dass sie nicht vergeht.»

Zuvor hatte Iris Berben die Laudatio auf Helen Mirren gehalten und sich als große Bewunderin geoutet. Helen Mirren sei eine charismatische, wandlungsfähige, kluge, bescheidene und mit so viel Witz und Humor ausgestattete Schauspielerin, sagte die 76-Jährige über ihre Kollegin: «Sie füllt diesen Beruf mit Leben. Ja, sie spielt nicht einfach Königinnen, Ermittlerinnen oder Schriftstellerinnen. Sie macht sie zu Menschen mit Stärke, mit Widersprüchen, mit Humor, mit Verletzlichkeit, mit Eigensinn.»

Helen Mirren sei mit den Jahren noch kontrastreicher und multidimensionaler und vor allem freier geworden. «Die größte Herausforderung in unserem Beruf ist doch, nicht zu spielen, sondern zu sein. Der Figur Leben einzuhauchen und dahinter zu verschwinden. Und das beherrscht Helen Mirren auf unnachahmliche Weise.»

Helen Mirren prägt seit mehr als sechs Jahrzehnten Theater, Film und Fernsehen. Ob Shakespeare-Rollen, die Queen oder eiskalte Killerin - die Britin ist bei der Auswahl ihrer Rollen sehr vielseitig. Zuletzt schlüpfte sie in bequeme Hosen und verkörperte die Krimi-Schriftstellerin Patricia Highsmith für den Film «Talent fürs Morden». Der Film des Regisseurs Anton Corbijn startet am 5. November in den deutschen Kinos.

Der Douglas-Sirk-Preis wird seit 1995 verliehen. Ausgezeichnet werden damit Künstlerinnen und Künstler, die sich um die Filmkultur und die Filmbranche verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger sind etwa Sandra Hüller, Nina Hoss, Wim Wenders, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Fatih Akin, Tilda Swinton, Jodie Foster und Jim Jarmusch. Benannt wurde er nach dem in Hamburg geborenen Filmemacher Douglas Sirk (1897 -1987), der später auch in Hollywood erfolgreich war.

Das Filmfest Hamburg geht noch bis zum 3. Oktober. Es werden mehr als 120 Filme aus aller Welt in den fünf Festivalkinos gezeigt, darunter viele Welt- und Europapremieren.

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