04. Juli 2026 – dpa
2. Fußball-Bundesliga
Holstein Kiel startet mit einer Niederlage in die Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison. Einer der Zuschauer ist ein Neuzugang.
Holstein Kiel hat zum Auftakt der Testspielserie in der Saisonvorbereitung die erste Niederlage kassiert. Mit 1:3 (0:2) unterlagen der personell noch dezimierte Fußball-Zweitligist im heimischen Trainingscenter im Duell gegen den dänischen Zweitligisten FC Fredericia. Trotz einer Leistungssteigerung in Halbzeit zwei traf lediglich KSV-Torjäger Phil Harres (59.) zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss.
Das Ergebnis sei zweitrangig, sagte Holstein-Trainer Tim Walter nach dem Abpfiff. Die Mannschaft habe eine intensive Trainingswoche hinter sich. Und auch für die kommenden Tage versprach der 50 Jahre alte Coach harte und anstrengende Arbeit.
Abseits der offenkundig noch mangelnden Konsequenz in Abwehr und Angriff stand derweil ein Mann in Zivil am Seitenrand im Kieler Fokus: Sebastian Schonlau, dessen Verpflichtung am Samstagvormittag offiziell bestätigt worden war. Der 31 Jahre alte Innenverteidiger kommt ablösefrei vom MSL-Vizemeister Vancouver Whitecaps, hat an der Förde einen leistungsbezogenen Vertrag unterschrieben und genießt bei Walter ein hohes Ansehen.
Schonlau, seit Donnerstag an der Förde, trug in seiner Zeit beim Hamburger SV (2021 bis 2025/115 Pflichtspiele) unter Walters Regie drei Jahre lang als Abwehrchef die Kapitänsbinde. In Kiel trifft der Routinier auf seinen langjährigen HSV-Kollegen und gleichaltrigen Freund Jonas Meffert, der als Stratege im defensiven zentralen Mittelfeld ebenfalls zu den Eckpfeilern in Walters Spielphilosophie zählt.
Dass Schonlau in Kanada an der Seite von 2014-Weltmeister Thomas Müller binnen knapp zwölf Monaten aufgrund von Achillessehnen- und Wadenproblemen lediglich ein Pflichtspiel bestreiten konnte, bewerten weder Sportchef Olaf Rebbe noch Walter als Risiko.
Aus medizinischer Sicht sei alles auf den Prüfstand gestellt worden. «So wie er aussieht, ist er fit. Aber ihm fehlt halt die Matchpraxis. Da müssen wir schon noch ein bisschen die Bremse reinhauen», sagte Walter über seine potenzielle Führungskraft: «Dass er uns weiterhelfen kann, ist aber ganz klar. In allem, ob das in der Kabine ist, auf dem Feld oder im Training. Natürlich kann er auch mir da helfen, vor allem aber dem Team.»