31. August 2026 – dpa
Wann freut man sich über den letzten Platz im Bundesländerranking? Wenn man der coolste Platz in der Hitze ist. Trotzdem wurden Urlauber nicht vom Wetter in Schleswig-Holstein enttäuscht.
In diesem heißen Sommer macht Schleswig-Holstein seinem Ruf als unterkühlte Schönheit alle Ehre. Das nördlichste Bundesland brachte es nach der vorläufigen Sommerbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf eine Durchschnittstemperatur von 17,7 Grad. Damit war Schleswig-Holstein das kühlste Bundesland in den Monaten Juni, Juli und August. Das waren aber dennoch 1,9 Grad mehr als der langjährige Durchschnitt der Vergleichsperiode von 1991 bis 2020.
Enttäuscht wurden Badegäste und alle wärmeliebenden Urlauber dennoch nicht. Es gab rund sieben heiße Tage mit mehr als 30 Grad und abseits der Küsten bis zu zwei sehr heiße Tage mit mehr als 35 Grad. Grambek im Kreis Herzogtum Lauenburg markierte am 27. Juni mit 39,2 Grad einen neuen vorläufigen Landesrekord.
Die Sonne zeigte sich großzügig am Himmel und überbot mit 704 Stunden das langjährige Mittel von 645 Stunden deutlich. 208 Liter Niederschlag je Quadratmeter kamen fast an den zu erwartenden Mittelwert von 222 Litern heran und verdarben vielleicht manche Strand- und Terrassenstunde. Ganz froh dürften darüber allerdings Bauern und Gartenbesitzer gewesen sein.