15. August 2026 – dpa

Viel Verkehr im Norden

Schwieriges Verkehrswochenende in Schleswig-Holstein

Stellwerksarbeiten, Lübeck Pride und Ferienende: Warum Bahnreisende und Autofahrer in Schleswig-Holstein dieses Wochenende besonders starke Nerven brauchen.

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Am Wochenende fährt kein Zug am Lübecker Hauptbahnhof. (Archivbild)

Schleswig-Holstein erlebt möglicherweise ein sehr verkehrsreiches Wochenende mit Hindernissen. Die Bahn hat den Lübecker Hauptbahnhof seit Freitagabend wegen Arbeiten an einem Stellwerk bis Montagmorgen gesperrt. Und auf den Autobahnen rechnet der ADAC mit hohem Verkehrsaufkommen, weil in mehreren Bundesländern die Schulferien enden.

Tausende Bahnfahrgäste müssen auf Ersatzbusse umsteigen. Während der Sperrung fahren diese in Richtung Kiel, Lüneburg, Neustadt, Scharbeutz, Travemünde, Bad Oldesloe, Preetz und Schönberg, teilte das Bahnunternehmen erixx mit. Die Busse halten in Lübeck an den Linden Arcaden auf beiden Straßenseiten, neben dem Bahnhofsvorplatz. Die Busse der Linie X85 nach Fehmarn verkehren weiterhin von der regulären Sonderhaltestelle direkt auf dem Bahnhofsvorplatz.

In Bad Oldesloe fahren die Busse des Ersatzverkehrs Richtung Lübeck, Scharbeutz und Travemünde abweichend von der Sonderhaltestelle in der Johannes-Ströh-Straße auf der Ostseite des Bahnhofs ab.

Betroffen sind nach Angaben der Nahverkehrsgesellschaft NAH.SH folgende Linien:

  • RE 8 / RE 80 Hamburg - Lübeck - Travemünde
  • RE 83 Lüneburg - Lübeck - Kiel
  • RB 84 Lübeck - Kiel
  • RB 85 Lübeck - Neustadt
  • RE 4 Lübeck - Schönberg - Bad Kleinen

Da die Sperrung zeitgleich mit der Lübeck Pride sowie dem letzten Ferienwochenende in Schleswig-Holstein erfolgt, wird mit einem erhöhten Andrang gerechnet. Fahrgäste sollten sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung informieren und mehr Zeit einplanen, hieß es. Eine Mitnahme von Fahrrädern in den Ersatzbussen sei aufgrund der begrenzten Kapazitäten nicht möglich, so erixx Holstein.

Zum Abschluss der Sommerferien in Schleswig-Holstein erwartet der ADAC viel Verkehr auf den Straßen. Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen enden die Schulferien. Gleichzeitig laufe der normale Ferien- und Ausflugsverkehr weiter. «Deshalb müssen wir auf den wichtigen Nord-Süd-Achsen mit hoher Belastung in beiden Richtungen rechnen», erläuterte der Sprecher des ADAC Schleswig-Holstein, Rainer Pregla.

Besonders betroffen dürfte nach Preglas Angaben die A7 (Flensburg - Hamburg - Hannover) sein. «Auf der A7 bekommen wir am Wochenende praktisch Verkehr aus allen Richtungen. Gerade dort, wo sich die verschiedenen Reisewellen überlagern, reichen schon kleinere Störungen aus, um längere Staus entstehen zu lassen.» Ein weiterer Schwerpunkt ist demnach die A1 zwischen der Ostseeküste, Lübeck und Hamburg. Besonders der Bereich Sereetz - Ratekau - Pansdorf bleibe durch die dortigen Baustellen ein Nadelöhr. Auch auf der A23 zwischen Hamburg und der schleswig-holsteinischen Nordseeküste sei mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Besonders voll dürfte es am Samstagvormittag sowie am Sonntagnachmittag und -abend werden. Im Großraum Hamburg bleibe zudem der Bereich rund um den Elbtunnel ein Engpass. Wer über die A7 weiter Richtung Süden oder Norden fährt, sollte hier zusätzliche Zeit einplanen.

Zusätzlich könnte die Verkehrslage durch Lastwagenverkehr beeinflusst werden. Das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für schwere Lastwagen wurde vorübergehend teilweise ausgesetzt. Hintergrund sind Transportengpässe infolge niedriger Wasserstände auf wichtigen Wasserstraßen.

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