14. August 2026 – dpa
2. Bundesliga
St. Pauli führt zur Halbzeit, doch Kiel kämpft sich zurück. Was die Trainer nach dem packenden 2:2 im Nordduell über verpasste Chancen sagen.
Am Ende standen beide Mannschaften wieder nur mit einem Teilerfolg da. Mit dem 2:2 (0:2) zwischen Holstein Kiel und dem FC St. Pauli gab es für beide Teams am zweiten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga auch das zweite Remis der Saison.
«Wir sind ein bisschen enttäuscht, weil mehr drin war. Wir machen aber weiter», sagte St. Paulis Trainer Marcel Rapp nach der Rückkehr an seine alte Arbeitsstätte, bei der die Hamburger eine 2:0-Führung verspielten. Die Analyse von Holstein-Coach Tim Walter lautete: «Wir haben wieder ein paar Geschenke verteilt und liegen zur Halbzeit hinten, obwohl wir das Spiel dominiert haben.»
Martijn Kaars (32. Minute) und Taichi Hara (45.+3) hatten den Erstliga-Absteiger St. Pauli vor den 11.700 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion in Führung gebracht. Die Tore für die kämpferisch überzeugenden Kieler erzielten Phil Harres (56.) und Jonas Therkelsen (88.).
Bei hochsommerlichen Temperaturen hatten die Gäste schon in der zweiten Minute die Riesenchance zur Führung. Kaars erlief eine zu kurz geratene Rückgabe von Ivan Nekic. Der Hamburger Angreifer verdribbelte sich aber und scheiterte am Kieler Schlussmann Timon Weiner. In der 14. Minute sorgte Guillermo Balzi für Gefahr im Strafraum des FC St. Pauli, kam aber nicht an Keeper Ben Voll vorbei.
Besser machte es der Niederländer Kaars dann bei seinem zweiten Versuch. Den Pass von Mathias Rasmussen verwandelte er zum 1:0 für die «Kiezkicker». Nach einer kurzen Überprüfung der Videobilder fand der Treffer seine Anerkennung. In der Nachspielzeit des ersten Abschnitts vollendete Hara die starke Vorbereitung von Arkadiusz Pyrka zum 2:0.
Der Pyro-Einsatz der Kieler Fans verdunkelte dann die Sonne und sorgte kurzfristig für einen leichten Temperatur-Abfall, verzögerte aber den Beginn der zweiten Hälfte um einige Minuten. Die Gastgeber, die schon vor der Pause mehr vom Spiel hatten, belohnten sich durch die Treffer von Harres und Therkelsen noch mit einem Punkt. So verhinderten die Kieler auch die sechste Pflichtspielniederlage in Serie gegen den Nordrivalen.
«Wir bekommen Tore, die wir nicht bekommen wollen», sagte St. Paulis Kapitän David Nemeth nach dem Spiel. Kiels Schlussmann Weiner freute sich dagegen, dass seine Mannschaft es nach dem Seitenwechsel «deutlich besser» gemacht habe.