06. August 2026 – dpa
DLRG-Präsidentin Vogt mahnt: Wer nicht sicher schwimmen kann, riskiert sein Leben. Warum viele Kinder ohne Schwimmabzeichen bleiben.
In Hamburg sind seit Jahresbeginn sechs Menschen bei Badeunfällen ertrunken. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Vormittag veröffentlichte. Im gesamten Verlauf des Jahres 2025 hatte es auf dem Gebiet der Hansestadt acht Badetote gegeben. Bundesweit liegt die Zahl der Toten in Gewässern bislang bei 261.
Drei Todesfälle gab es in Flüssen, zwei in Seen und einen in einem Bach. Dass alle Verstorbenen männlichen Geschlechts waren, wird durch die DLRG-Erhebung untermauert. «Über alle Altersgruppen hinweg betrug der Anteil männlicher Opfer 85 Prozent», hieß es in einer Mitteilung zum bundesweiten Anteil.
«Infolge von leichtsinnigem Verhalten – oft in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen – kommt es unter Jungen und jungen Männern immer wieder zu Badeunfällen», sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Andere könnten nicht oder kaum schwimmen und begäben sich völlig unnötig in Lebensgefahr. «Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren», sagte Vogt.
Sicher schwimmen zu können, sei die beste Vorbeugung gegen das Ertrinken. Dort aber sieht die DLRG große Probleme. «Wir gehen davon aus, dass weiterhin die Mehrheit der Kinder die Grundschule verlässt, ohne ein Schwimmabzeichen abgelegt zu haben beziehungsweise das zu können», sagte Vogt.