23. August 2026 – dpa

SailGP

Speedrekord vor Sassnitz und siegreiche «Fliegende Kängurus»

Auf der Ostsee vor Sassnitz purzeln die Speedrekorde. Australiens Bonds Flying Roos ist beim deutschen SailGP-Gipfel das beste Team. Die Gastgeber-Crew erleben Licht und Schatten.

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Australiens Segel-Team war beim Grand Prix der SailGP vor Sassnitz nicht zu schlagen.

Das Revier vor Sassnitz bleibt der schnellste Kurs in der Segel-Superliga SailGP. Die Teams überboten sich am Wochenende vor Rügen mit Speedrekorden. Die neue Bestmarke setzte das Team France. Die Franzosen um Quentin Delapierre und seine Crew trieben ihren F50-Rennkatamaran auf 107,63 Kilometer pro Stunde. «Es war schon etwas beängstigend, aber auch ein Gefühl, dass ich nie zuvor im SailGP hatte», sagte Steuermann Delapierre.

Geholfen hat der Speed den Franzosen im Kampf um den Einzug ins Finale nicht. Das erreichten unter dunklen Wolken in Regen und stark wechselnden Winden die SailGP-Rekordsieger der Bonds Flying Roos aus Australien, Spaniens Los Gallos, Team NorthStar Canada und Neuseelands Black Foils.

Am Ende gewannen die «Fliegenden Kängurus» um Steuermann Tom Slingsby vor Kanada und Spanien. Für die Gelb-Grünen war es bereits der fünfte Event-Sieg in der sechsten SailGP-Saison. Insgesamt hat die Serie 13 Stationen.

Das Team Germany des viermaligen Formel-1-Weltmeisters und Miteigentümers Sebastian Vettel erlebte vor insgesamt 13.000 Zuschauern - darunter Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) - ein Rennwochenende mit einigen Auf und Abs: Nach zwei schwachen Starts und den Rängen sechs und fünf war am Samstag noch ein fulminanter Start-Ziel-Sieg gelungen.

Auch am Finaltag lagen Licht und Schatten für Schwarz-Rot-Gold eng beisammen: Steuermann Erik Kosegarten-Heil und seine Crew eröffneten die zweite Halbzeit mit einem Frühstart in Rennen vier, konnten sich dann aber mit gewinnbringender Kurswahl gegen den Trend ihrer Gruppe B stark vorarbeiten. «Wir haben den Druck oben links auf dem Kurs gesehen und die Chance genutzt», sagte der zweimalige Olympia-Dritte.

Die Deutschen eroberten die Führung und holten ihren zweiten Rennsieg in Sassnitz. Im Zwischenklassement war Team Germany damit auf Platz drei vorgerückt – nur ein Punkt fehlte noch zum Finaleinzug. Doch die stark erarbeitete Finalchance platzte so schnell, wie sie gekommen war: Ein weiterer verpatzter Start ließ Team Germany beim Heimspiel nicht über Platz sieben hinauskommen.

Auf dem Kurs zum zehnten von 13 Events am 5. und 6. September in Valencia liegt der deutsche Rennstall von Unternehmer Thomas Riedel und Vettel in der Gesamtwertung auf Platz acht unter 13 Teams. Tabellenführer ist Australiens Bonds Flying Roos vor Spanien und dem schwedischen Team Artemis.

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