07. Oktober 2026 – dpa

Durchsuchungen

Verdacht auf Millionenschaden durch Schwarzarbeit in Werften

Beim Ausbau von Schiffen sollen über Jahre hinweg Rumänen schwarz beschäftigt worden sein. Von einem Millionenschaden ist die Rede. Nun gibt es Durchsuchungen in Norddeutschland und Sachsen.

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Bei Ermittlungen zu Schwarzarbeit im Schiffbau durchsuchen rund 100 Zollbeamte Geschäftsräume und Werften in Norddeutschland und im Vogtland. (Symbolbild)

Wegen des Verdachts der jahrelangen Schwarzarbeit im Schiffbau durchsuchen Zollbeamte Werften sowie Wohn- und Geschäftsräume in Kiel, Wismar, Wolgast und im Vogtland. Der Schaden werde auf rund fünf Millionen Euro geschätzt, heißt es in einer Mitteilung des Hauptzollamtes Erfurt und der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Ermittelt werde gegen sechs Beschuldigte - vier Männer und zwei Frauen - im Alter von 40 bis 62 Jahren.

Sie sollen Arbeiter aus Rumänien für den Ausbau von Schiffen beschäftigt haben, ohne für sie Beiträge zur Sozialversicherung und Lohnsteuer zu zahlen. Dazu seien Werkverträge mit Nachunternehmen vorgetäuscht worden und sogenannte Entsendebescheinigungen der rumänischen Sozialversicherung manipuliert worden, teilten die Ermittler mit.

Der Einsatz der knapp 100 Beamten dauerte den Angaben zufolge am Mittwochmittag noch an. Es seien Beweismittel wie Smartphones sichergestellt und Zeugenvernehmungen auf den Werften durchgeführt worden, hieß es. Festnahmen gab es zunächst keine.

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