27. September 2026 – dpa
Eine Szene aus der Dokumentation «Inside CDU» erhitzt die Gemüter in den sozialen Medien: Philipp Amthor lässt einen Strandkorb auf dem Balkon des Kanzleramts aufstellen. Schadet das seiner Partei?
Mit einem Strandkorb auf dem Balkon des Kanzleramts hat der CDU-Politiker Philipp Amthor für Spott und kritische Reaktionen in den sozialen Netzwerken gesorgt. In einer Folge der jüngst veröffentlichten zweiten Staffel der ZDF-Dokumentation «Inside CDU» ist der 33-Jährige zu sehen, wie er den Strandkorb auf den Balkon vor seinem Büro bringen lässt.
«Ja, das sieht doch super aus», sagt er, als das gute Stück vom Lieferanten ins Freie gerollt wird. Dann spricht er darüber, wie es ausgerichtet werden sollte. «Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich den mal nutze zum Erholen, dann kann ich mir den immer noch in den Kanzlergarten drehen», sagt Amthor.
Amthor galt bereits vor seinem Wechsel ins Kanzleramt ebenso als politisches Talent wie als politische Reizfigur. Mit nur 24 Jahren war er 2017 erstmals in den Bundestag eingezogen. Bis vor kurzem war er Digital-Staatssekretär, seit knapp zwei Monaten ist er Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt. Er stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wo Strandkörbe die Strände an der Ostseeküste säumen.
Die Szene im Kanzleramt löste etliche Reaktionen in den sozialen Netzwerken aus, wie zunächst die «Bild» berichtete. Gleich mehrere Instagram-Nutzer schrieben, sie hätten zuerst gedacht, dass es sich um Satire handle oder um KI-generierte Inhalte. Andere warfen Amthor Überheblichkeit vor, einer sprach gar von «spätrömischer Dekadenz im Endstadium».
Einige Nutzer nahmen die Szene aber auch mit Humor. «Ach irgendwie ist das lustig mit dem Strandkorb. Ich gönne ihm den Strandkorb», schrieb eine Nutzerin unter einem Beitrag. So oder so: Die Szene polarisiert. Allein ein Instagram-Beitrag von «ZDF heute» zu Amthor bei «Inside CDU» wurde bis Sonntagabend mehr als 1.600 Mal kommentiert.