10. Juli 2026 – dpa
Ein junger Pelikan sorgt für Rätsel: Ist er tatsächlich von Nordhessen bis nach Vorpommern geflogen? Der Zoodirektor in Stralsund hält das für möglich.
Ist der im Tierpark Greifswald aufgetauchte und mittlerweile im Stralsunder Zoo untergebrachte Pelikan aus Nordhessen nach Mecklenburg-Vorpommern geflogen? «Soweit das auf den Fotos zu erkennen ist, kann es "unser" Pelikan sein. Zumindest ist es ein Vogel im selben Alter, und er ist nicht beringt», sagte Stralsunds Zoodirektor Christoph Langner auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Anfang Juni war in Willingshausen-Loshausen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis ein junger Pelikan unbekannter Herkunft aufgetaucht und hatte unter anderem die dortige Tiernothilfe Schwalmstadt auf den Plan gerufen. Danach wurde es still um den Wildvogel. Vor wenigen Tagen war nun ein Pelikan in Greifswald gelandet. Nach Medienberichten saß er im Meerschweinchenhaus des Tierparks.
Das Tier, bei dem es sich um einen Rosapelikan handeln soll, wurde nach Stralsund gebracht, wo es bereits Pelikane und eine Anlage für sie gibt. Die Tiere seien sehr gesellig und bräuchten eine Gruppe, erklärt Langner.
Der Stralsunder Zoochef wollte jetzt nach dem Betrachten der Bilder aus Nordhessen nicht ausschließen, dass es sich um den gleichen Vogel handelt. «Von Nordhessen nach Vorpommern zu fliegen ist bei richtigem Wind für einen Pelikan machbar», sagte Langner. «Er könnte es sein. Aber wer weiß das schon», teilte die Tiernothilfe Schwalmstadt nach der Ansicht der Bilder aus Stralsund mit
In Stralsund sei der junge Pelikan «durchaus willkommen», sagte der Zoodirektor. Sollte ein rechtmäßiger Besitzer kommen und seinen Anspruch auch nachweisen können, würde man das Tier aber auch wieder abgeben.