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Wahlen zum Landtag Mecklenburg-Vorpommern

Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern informiert euch umfassend zur Landtagswahl am 26.09.21. Auf dieser Seite findet ihr im unteren Bereich unser interaktives Infoportal mit aktuellen Wahlkampf-News, den neuesten Wahlumfragen u.v.m. Am Wahlsonntag informieren wir euch ab 18 Uhr LIVE mit einer Spezial-Sendung zum Ausgang der Wahlen. Außerdem laufen auf dieser Seite die Ergebnisse aus dem einzelnen Wahlkreisen auf. Parallel zur Landtagswahl findet auch die Bundestagswahl statt.


DIE LANDTAGSWAHL IM ÜBERBLICK
Seit 31 Jahren wird Mecklenburg-Vorpommern von einem Zweier-Bündnis regiert, 23 Jahre davon geführt von der SPD. In den vergangenen 15 war die CDU als Juniorpartner mit in der Koalition. Für die Sozialdemokraten im Nordosten stehen die Chancen gut, auch künftig mit Manuela Schwesig die Regierungschefin stellen zu können. In jüngsten Umfragen zeigte sich die Mehrheit der Befragten mit ihrer Arbeit zufrieden, die SPD lag in der Wählergunst weit vor der Konkurrenz. Statt der bislang vier könnten dem Parlament im Schweriner Schloss künftig erstmals sechs Parteien angehören. Grüne und FDP - zuletzt nicht im Landtag vertreten - hoffen auf den Einzug ins Parlament - um dort vielleicht auch das Zünglein an der Koalitionswaage zu werden.

DIE FAKTEN
Etwa 1,32 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Bei der Wahl 2016 machten 61,9 Prozent von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Um die 71 Mandate bewerben sich 455 Kandidaten und Kandidatinnen von 24 Parteien sowie 9 Einzelbewerber, knapp ein Drittel sind Frauen. Die 7. Wahlperiode endet mit der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Parlaments, das laut Geschäftsordnung bis spätestens 30 Tag nach dem Wahltag erstmals zusammentreten muss. Der Landtag wird für fünf Jahre gewählt. Die erste Landtagswahl fand am 14.10.1990 statt; am 26.09.21 wird der achte Landtag von MV gewählt.

DAS WAHLRECHT
Wie bei der zeitgleich stattfindenden Bundestagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird der jeweilige Direktkandidat in jedem der 36 Wahlkreise gewählt. Die Zweitstimme geht an eine Partei und ist ausschlaggebend für die Sitzverteilung im Landtag. Die neben den Direktmandaten verbleibenden 35 Sitze werden nach Parteienstärke und der Reihenfolge der Kandidaten auf den jeweiligen Landeslisten der Parteien vergeben.

DIE STIMMABGABE
Am Wahltag sind von 8 bis 18 Uhr landesweit 1649 Wahllokale geöffnet. Dort kann jeder Wahlberechtigte unter Vorlage von Wahlbenachrichtigung und Personalausweis seinen Wahlzettel in die Urne werfen. Wegen der Corona-Pandemie und der vielfach vorhandenen Sorge vor Ansteckungen wird jedoch eine große Anzahl von Briefwählern erwartet, die ihr Votum vorher per Brief oder direkt in einem Briefwahllokal abgeben. Die Auszählung der Wahlbriefe erfolgt aber ebenfalls erst nach Schließung der Wahllokale. Bei der Landtagswahl 2016 lag der Anteil der Briefwähler bei 20 Prozent, dieses Jahr wird mit mehr als 50 Prozent gerechnet.

DIE AUSGANGSLAGE
Im Landtag in Schwerin sind aktuell vier Parteien vertreten. Die rot-schwarze Regierung konnte sich auf eine solide Mehrheit von 44 der 71 Mandate stützen. Die SPD stellt 26 Abgeordnete, die CDU 18 und damit zwei mehr als zu Beginn der Legislaturperiode. Grund ist der Wechsel von zwei früheren AfD-Politikern, die sich nach einer zeitweiligen Abspaltung der CDU-Fraktion anschlossen. Die AfD, 2016 als zweitstärkste Kraft in den Landtag eingezogen, verfügte zuletzt noch über 14 Mandatsträger, die Linke über 11. Hinzu kommen zwei fraktionslose Parlamentarier.

DIE STIMMUNGSLAGE
Noch vor knapp einem Jahr zeichnete sich in Mecklenburg-Vorpommern mit Umfragewerten um jeweils 27 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU ab. Doch einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap zufolge liegt die SPD mit 39 Prozent Zustimmung inzwischen weit vorn. Die CDU ist in der Wählergunst regelrecht abgestürzt und fiel mit nun 14 Prozent wieder hinter die AfD (17 Prozent) zurück. Die Linke kam in der repräsentativen Umfrage auf 10, die FDP auf 7 und die Grünen auf 6 Prozent.

DIE KANDIDATEN
Spitzenkandidatin der SPD ist Landesparteichefin Manuela Schwesig. Die heute 47-Jährige übernahm 2017 überraschend das Amt der Regierungschefin, nachdem sich ihr Vorgänger Erwin Sellering wegen einer Krebserkrankung zurückgezogen hatte. Nach einer Zwischenflaute im Frühjahr - wohl eine Folge ihres harten Corona-Kurses - erfreut sich Schwesig inzwischen wieder hoher Beliebtheitswerte. Ihr selbst ernannter Herausforderer ist der CDU-Landesvorsitzende Michael Sack. Trotz eines emsigen Wahlkampfes gelang es dem 48-Jährigen Greifswalder Landrat nicht, sich zu profilieren. Die AfD wird von Fraktionschef Nikolaus Kramer im Wahlkampf angeführt, die Linke von Fraktionschefin Simone Oldenburg, die FDP von Landesparteichef Renè Domke. Die Grünen schicken mit Anne Shepley und Harald Terpe eine Doppelspitze ins Rennen.

DIE WAHLKAMPFTHEMEN
Neben der Corona-Krise und der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen dominieren vor allem Fragen der Bildung den Wahlkampf. Die schleppende Digitalisierung der Schulen wird dabei vor allem dem SPD-geführten Bildungsministerium angelastet. Dauerthemen sind das unverändert niedrige Lohnniveau und die geringe Tarifbindung im Nordosten sowie die Verkehrsanbindung und medizinische Versorgung in ländlichen Räumen. Erneuerbare Energien und Klimaschutz werden weniger thematisiert, dafür häufiger die Lage der Landwirtschaft.

DIE OPTIONEN
Die SPD scheint in MV zu alter Stärke zurückzufinden. Doch CDU und Linke, beide in der Vergangenheit bereits Koalitionspartner, schwächeln. Somit könnte es für eine Fortsetzung von Rot-Schwarz oder die Neuauflage von Rot-Rot eng werden. Grüne und FDP kündigten bereits an, zur Durchsetzung eigener politischer Ziele Regierungsverantwortung übernehmen zu wollen. Doch dafür müssen sie zunächst die Fünf-Prozent-Hürde überspringen, was 2016 beiden nicht gelang. Bündnisse mit der AfD haben alle anderen Parteien ausgeschlossen. Regierungschefin Schwesig ließ sich bislang nicht entlocken, welche Koalition sie bevorzugen würde.


UMFRAGEN VOR DER WAHL

Die Spitzenkandidaten

Weitere Infos zu den Wahlen

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