23. September 2026 – dpa
Nur sieben Badetote in Hamburg – doch die DLRG warnt: Leichtsinn und fehlende Schwimmkenntnisse bleiben ein großes Risiko, besonders für junge Männer.
Die Zahl der Badetoten in Hamburg hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halbiert. In der Hansestadt sind seit Anfang 2026 sieben Menschen ertrunken. Im Vorjahr waren es noch 14. Diese Zahlen veröffentlichte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in ihrer Sommerbilanz. Bundesweit liegt die Zahl der Badetoten zum Stichtag 15. September bei 320.
Besonders auffällig: Alle Verstorbenen waren männlichen Geschlechts. «Jugendliche und junge Männer gehen häufig vermeidbare Risiken ein. Dabei spielen Leichtsinn, Selbstüberschätzung und mangelnde Schwimmkompetenz eine wesentliche Rolle», sagte die DLRG-Präsidentin Ute Vogt.
Nach eigenen Angaben wachen mehr als 50.000 Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer der DLRG jährlich 2,6 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Die Zahlen in der Nachwuchsausbildung steigen. «Jede zusätzliche Rettungsschwimmerin und jeder zusätzliche Rettungsschwimmer macht Deutschlands Gewässer ein Stück sicherer», sagte Vogt.
Bei der Prävention von Badeunfällen kommen nach Aussage der DLRG den Schulen eine große Rolle zu. Dort sollten Wissen über Gefahren im Wasser und ein fundierter Schwimmunterricht Hand in Hand gehen. Gerade das Schwimmen lernen komme oft aber zu kurz. Vogt: «Bund, Länder und Kommunen müssen zusammen flächendeckend deutlich mehr in die marode Schwimmbadlandschaft und den schulischen Schwimmunterricht investieren. Andernfalls befürchten wir dauerhaft höhere Opferzahlen unter jungen Menschen.»