27. August 2026 – dpa

Sommerbilanz

Freibadsaison endet eher - 73 Prozent mehr Besucher

Der zu Ende gehende Sommer hat in den Hamburger Freibädern für gute Besucherzahlen gesorgt. Rekorde sind aber ausgeblieben. Das Wetter sorgt nun für ein vorgezogenes Saisonende.

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Der Betreiber Bäderland hat eine positive Sommerbilanz gezogen. (Archivbild), Foto: Julian Weber/dpa

Die Hamburger Freibadsaison endet unter anderem wegen des Wetterumschwungs am Wochenende überwiegend schon an diesem Freitag. Ab Samstag sind dann alle Freibäder außer dem Kaifu-Freibad in Eimsbüttel und dem Naturbad Stadtparksee geschlossen, wie der städtische Betreiber Bäderland mitteilte.

Mit dem Ende der Sommerferien habe sich das Besucherverhalten spürbar verändert: «Viele Hamburgerinnen und Hamburger sind zurück in Schule und Beruf, entsprechend leerer sind die Freibäder», hieß es. Gleichzeitig gebe es nun am Wochenende Regen und sinkende Temperaturen.

Für die Sommersaison zog Bäderland eine überwiegend positive Bilanz. Die reinen Sommerfreibäder hätten bislang rund 73 Prozent mehr Besucher als in der gesamten Vorjahressaison gezählt, teilte eine Sprecherin mit.

Im Vergleich zu dem außergewöhnlichen Sommer 2018 lagen die Besucherzahlen aber weiterhin rund 20 Prozent niedriger. Damals begann die Saison noch früher und dauerte bis weit in den September. «Wir hatten endlich mal wieder einen Sommer, der diesen Namen über längere Strecken verdient hat», sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel.

Die Freibadsaison 2026 hatte Ende Mai begonnen und damit etwa knapp einen Monat eher als im vergangenen Jahr. Die große Hitze im Juni führte zu einem Besucheransturm. Einzelne Rekordtage seien jedoch ausgeblieben. Wegen wechselhaftem Wetter während der Sommerferien sei der Juli ebenso durchwachsen gewesen wie im Vorjahr. An einigen Tagen seien die Besucherzahlen sehr gering gewesen. Erst der August habe mit beständigem Sommerwetter für stabile Freibadbedingungen gesorgt. Jetzt sei die Ferienzeit für viele Hamburger vorbei - entsprechend leerer seien die Freibäder.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) war nicht nur der Juni in Hamburg ungewöhnlich heiß gewesen, sondern auch der Juli wärmer als gewöhnlich. Die Tagestemperaturen hätten das langjährige Mittel um 1,8 Grad überschritten. Der Juni war den Angaben zufolge sogar 3,5 Grad wärmer als in der Referenzperiode von 1961 bis 1990.

Mit 46 Litern pro Quadratmeter regnete es im Juli auch deutlich weniger als gewöhnlich (77 Liter pro Quadratmeter). Die Sonne zeigte sich 210 Stunden, im langjährigen Mittel werden 201 Sonnenstunden gezählt.

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