14. Juli 2026 – dpa

Gesundheit

Pflegebedürftige in Schleswig-Holstein müssen mehr zahlen

Die Kosten in Schleswig-Holstein sind schwächer gestiegen als im Bundesschnitt. Der Verband der Ersatzkassen fordert von den Ländern, sich stärker als bislang an den Kosten zu beteiligen.

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Der Aufenthalt in einem Pflegeheim ist abermals teurer geworden. (Symbolbild)

Pflegebedürftige in Schleswig-Holstein müssen für einen Platz in einem Heim zunehmend mehr Geld zahlen. Stand Anfang Juli lag die Eigenbeteiligung im ersten Jahr im Schnitt bei 3.148 Euro im Monat, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) ergeben hat. Das waren 236 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Der Anstieg fiel unterdurchschnittlich aus. Bundesweit nahm die Eigenbeteiligung im Schnitt um 256 Euro zu.

Von Bundesland zu Bundesland variiert, wie viel Geld Pflegebedürftige zahlen müssen. Gründe sind unterschiedliche Personalkosten und Investitionen der Länder. Die durchschnittliche Eigenbeteiligung lag bundesweit im Schnitt bei 3.364 Euro. Pflege in Schleswig-Holstein ist somit eher günstig.

«Investitionskosten sind Ländersache und müssen endlich auch vollumfänglich von diesen getragen werden», sagte die Vorstandsvorsitzende des Verbands, Ulrike Elsner. Das gelte auch für Ausbildungskosten des Pflegepersonals. Würden die zuständigen Länder die Kosten für Investitionen und Ausbildung übernehmen, müssten Heimbewohner rund 650 Euro weniger zahlen.

Mit längerer Aufenthaltsdauer sinken die Kosten für die Pflegebedürftigen, weil die Pflegekasse einen zunehmend höheren Zuschuss zahlt. Erwachsene Kinder, die ein Jahresbruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro haben, müssen sich an der Finanzierung beteiligen. Über die Regel diskutiert derzeit die Koalition.

Können die Pflegebedürftigen den Heimaufenthalt nicht bezahlen, haben sie unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Hilfe vom Staat.

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