25. Juni 2026 – dpa
Die Kinder nicht aus den Augen lassen, Langarm auch im Schwimmbecken tragen und nicht zu früh am Bad auftauchen: Der Bäderland-Sprecher hat für die heißen Tage einige Empfehlungen an die Gäste.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert in Hamburg für das Wochenende Temperaturen von bis zu 38 Grad. Hamburgs Freibäder stellen sich auf lange Besucherschlangen ein. Der Sprecher des Betreibers Bäderland hat mehrere Ratschläge an die Besucherinnen und Besucher.
Das Bäderland appelliert an Eltern, ihre Kinder nicht aus den Augen zu verlieren. «Wir wollen hier nicht wieder reihenweise unbeaufsichtigte Kinder an der Hand haben und die Eltern suchen müssen», sagt Sprecher Michael Dietel. «Weil während wir Eltern suchen, kann ja trotzdem was im Becken passieren.» Erst vergangenes Wochenende sei ein unbeaufsichtigtes Kleinkind in einem flachen Becken fast ertrunken. Es sei reanimiert worden.
Die Gäste sollten ausreichend trinken, idealerweise keinen Alkohol, und sich mit leichter Oberbekleidung und Hüten vor der Sonne schützen. Dietel empfiehlt geeignete Funktionskleidung auch fürs Becken und sagt: «Badeanzugmaterial muss es sein. Und nicht zu weit.» Weite, vollgesogene Kleidung erschwere nicht nur das Schwimmen, sondern auch etwaige Rettungsversuche. Vor dem Baden gelte es, sich kurz mit einer Dusche abzukühlen.
Der Bäderland-Sprecher rät, nicht zu früh am Bad zu erscheinen. An heißen Tagen bildeten sich schon zwei Stunden vor der Eröffnung Besucherschlangen. «Wenn man sich da mit 'nem Schirm und 'nem Klappstuhl und 'nem Kanister Wasser in die Schlange setzt, okay, aber wir können da nicht noch für Bespaßung vor dem Bad sorgen.»
Wegen der randvollen Freibäder seien aufgrund der Hitze im Jahr 2018 auch die Hallenbäder gut genutzt worden. Zwar sei eine Schwimmhalle bei 32 Grad Wassertemperatur drinnen sehr warm. «Aber das ist immer noch kühler als bei 40 Grad draußen», sagt Dietel. Eine Hybridlösung böten die Standorte Inselpark und Ohlsdorf, an denen die geöffneten Fassaden im Sommer direkten Zugang zu einer Wiese im Freien ermöglichten.
Im Kaifu-Bad in Eimsbüttel seien im vergangenen Jahr an einem vergleichbar heißen Wochenende 10.000 Badegäste gezählt worden. «Die Schlangen waren immer noch lang und gleichzeitig war fast niemand in den anderen Freibädern», sagt Dietel. Statt sich anzustellen und «mit allen Backe an Backe auf der nicht mehr vorhandenen Wiese zu liegen», empfiehlt er, ein anderes Bad aufzusuchen. Bei zu großem Andrang, der Dietel zufolge am Wochenende durchaus zu erwarten ist, wird der Zugang beschränkt.
Verlängerte Öffnungszeiten seien nicht geplant, ergäben sich aber regelmäßig daraus, «dass die Leute dann abends nicht gehen, beziehungsweise wir sie sehr mühselig rauskomplimentieren müssen». Das sei für die Mitarbeitenden, die in Schichten eingeteilt seien, eine zusätzliche Belastung. Das Personal freue sich nach dem «Totentanz in den Bädern» im Mai über die Besucherinnen und Besucher. «Und wir freuen uns noch mehr, wenn die sich vernünftig verhalten.»