17. September 2026 – dpa
Spezialkräfte und Datenträgerspürhunde im Einsatz: Wie die Ermittler einen mutmaßlichen Darknet-Betrüger nach mehr als 750 Straftaten aufspürten.
Spezialkräfte haben am Morgen einen mutmaßlichen Darknet-Betrüger aus dem Kreis Schleswig-Flensburg festgenommen. Im Zuge des Einsatzes durchsuchten Kräfte wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs, der gewerbsmäßigen Geldwäsche, der Datenhehlerei sowie weiterer Delikte drei Objekte in Flensburg und im Umland, wie die Polizei berichtete.
Die Ermittlungen gegen den 36 Jahre alten Tatverdächtigen laufen seit mehr als zwei Jahren. Gegen ihn liegt bereits ein Haftbefehl vor. Er soll am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Der Mann steht im Verdacht, sich seit mindestens acht Jahren im Darknet gemeinsam mit weiteren Akteuren zu professionalisierten Betrugstaten über gängige Kleinanzeigenportale verabredet, sie selbst begangen oder diese durch Bereitstellung notwendiger Geldwäscheinfrastruktur ermöglicht zu haben. Die Ermittler stießen in diesem Zusammenhang auf mehr als 750 Straftaten. Die Schadenssumme beläuft sich auf einen mittleren sechsstelligen Betrag.
Bei den Durchsuchungen kamen auch Spezialkräfte der IT-Beweissicherung sowie Datenträgerspürhunde zum Einsatz. Die Einsatzkräfte stellten diverse Datenträger sicher und fanden Zugangsdaten. Die Polizei sprach von einem bedeutenden Schlag gegen die Strukturen des digitalen Betrugs.