16. Juli 2026 – dpa

Kampf gegen das Feuer

Großbrand im Nationalpark - Bundeswehr schickt Hubschrauber

Die Feuerwehr kämpft seit Tagen gegen einen Flächenbrand im Müritz-Nationalpark. Allerdings erschwert Munition im Boden die Arbeit erheblich. Nun soll Wasser aus der Luft helfen.

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Die Rauchsäulen des Brandes im Müritz-Nationalpark sind von weitem zu sehen. (Archivbild)

Drei Bundeswehr-Hubschrauber sollen beim Löschen des Großbrandes im Müritz-Nationalpark unterstützen. Zwei Helikopter vom Typ CH-53 können jeweils bis zu 5.000 Liter Wasser transportieren. Zudem entsendet die Bundeswehr in dem Amtshilfeverfahren noch einen kleineren Hubschrauber, wie der Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Thomas Müller (CDU), auf einer Pressekonferenz mitteilte. Die Maschinen wurden noch am Vormittag im Einsatzgebiet erwartet.

Inwieweit die Hubschrauber das Löschwasser direkt über den Brandorten ablassen können, ist noch fraglich, denn es gilt wegen der Munitionsbelastung ein Sicherheitsabstand von mindestens 1.000 Metern am Boden und auch in der Luft. Auch heute seien mehrere Detonationen in dem betroffenen Gebiet registriert worden, darunter eine sehr schwere, so Müller. In dem Gebiet liege auch panzerbrechende Munition im Boden.

Der Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände im Müritz-Nationalpark breitete sich auch in der vergangenen Nacht weiter aus. Nach Angaben des Landkreises sind inzwischen 318 Hektar betroffen, was in etwa der Fläche von 445 Fußballfeldern entspricht.

Die Hubschrauber sollten in enger Abstimmung mit der Einsatzleitung möglichst effektiv eingesetzt werden. Sie würden mit Sicherheit sehr stark dabei helfen, die Flächen weiter einzunässen und das Feuer deutlich einzudämmen. «Aber sie sind auch kein Allheilmittel», so Müller. Derzeit seien keine Wohnhäuser unmittelbar gefährdet.

An der Pressekonferenz nahm auch Agrarminister Till Backhaus teil. «Der Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte hat für uns oberste Priorität. Solange die Lage dynamisch bleibt, werden wir alle notwendigen Maßnahmen treffen, um Gefahren frühzeitig abzuwenden», sagte der SPD-Politiker. Er dankte allen Einsatzkräften vor Ort.

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