21. September 2026 – dpa
Nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist der Bundeskanzler erneut vor die Presse getreten. Der Berliner CDU-Spitzenkandidat war dabei, der aus MV nicht. Das hat Gründe.
Nach dem Wahldebakel der CDU in Mecklenburg-Vorpommern kümmert sich der dortige CDU-Spitzenkandidat um die in Auflösung begriffene CDU-Landtagsfraktion. «Daniel Peters ist heute in Mecklenburg-Vorpommern geblieben, weil er dort die Landtagsfraktion zusammengerufen hat, die sich jetzt auflösen wird», sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (ebenfalls CDU) bei einer Pressekonferenz in Berlin.
Daher nehme Peters nicht an der Pressekonferenz nach der Präsidiumssitzung und der Bundesvorstandssitzung in Berlin teil, anders als Stefan Evers, Spitzenkandidat der Berliner CDU. Auch in Berlin wurde am Sonntag ein neues Landesparlament gewählt.
«Daniel Peters wird heute in Schwerin bleiben, um sich auch um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landtagsfraktion dort zu kümmern», sagte Merz. Dass die CDU aus dem Schweriner Landtag herausgewählt wurde, sei ein «schwerer Schlag». Das Ergebnis sei auch einer Zuspitzung zwischen SPD und AfD zu verdanken. «Dazwischen ist die CDU in Mecklenburg-Vorpommern zerrieben worden.» Für den Wiedereinzug der CDU in den Schweriner Landtag hat es nach Aussage von Merz «an ganzen 1.000 Stimmen gefehlt».