21. September 2026 – dpa
Trotz Verlusten bei der Landtagswahl in MV geht die Linke selbstbewusst in die anstehenden Gespräche zur Bildung einer neuen Landesregierung. Der Grund ist simpel.
Die Linke geht trotz deutlicher Stimmenverluste bei der Landtagswahl mit breiter Brust in die anstehenden Gespräche mit SPD und Grünen zur Bildung einer neuen Landesregierung. «Wir alle haben ein Interesse daran, dass wir stabile demokratische Verhältnisse bekommen, eine stabile Regierung hinbekommen», sagte der Landesvorsitzende Hennis Herbst. Das gebe seiner Partei ein starkes Verhandlungsmandat gegenüber der SPD. «Weil am Ende des Tages sind die auf uns angewiesen.»
Die Linke werde Schwerpunkte setzen, wenn es in die Gespräche gehe, kündigte Herbst an. Er nannte mit Blick auf die Bundespolitik die Stichworte Sozialkürzungen und Militarisierung. «Das wird es mit uns hier im Land nicht geben.»
Über den potenziellen künftigen Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen fand Herbst kritische Worte. «Ich nehme die Grünen so wahr, dass sie an vielen Stellen recht beliebig sind», sagte er. So habe es vor der Wahl Gespräche der Grünen-Spitzenkandidatin Claudia Müller mit der CDU gegeben, als das noch als eine präferierte Variante erschien. Die Grünen werden sich Herbst zufolge bekennen müssen.
Die Linke verlor laut vorläufigem Ergebnis bei der Landtagswahl 3,4 Prozentpunkte an Zustimmung im Vergleich zur Landtagswahl 2021. Sie kam jetzt auf 6,5 Prozent.