29. August 2025 – dpa
Heute treffen der HSV und der FC St. Pauli beim Hamburger Stadtderby aufeinander. Die Polizei zeigt sich zuversichtlich vor dem 112. Duell beider Clubs.
Es ist einiges los in Hamburg: Vor dem brisanten Stadtderby in der Fußball-Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli heute Abend (20.30 Uhr/Sky) zeigt sich die Polizei trotz des «feindschaftlichen Verhältnisses» und eines großen Konzerts in Stadionnähe optimistisch. Es sei «nicht das erste Derby» und man habe Erfahrungen aus den Vorjahren gesammelt, teilte Polizeisprecher Christian Schreiber auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur vor dem Hochrisikospiel mit.
Zu der genauen Anzahl der Einsatzkräfte gab die Polizei keine Auskunft, jedoch seien ähnlich viele Kräfte wie bei den vorherigen Hamburger Stadtduellen unterwegs. Im Mai 2024 waren beim Derby in der 2. Liga insgesamt rund 1.900 Einsatzkräfte vor Ort, darunter etwa 600 aus den Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und von der Bundespolizei.
Vor der Partie traf sich die Polizei mit beiden Vereinen, um das bestehende Sicherheitskonzept zu besprechen und zu ergänzen. Dabei sei das größte Ziel, die rivalisierenden Fans im Stadion und im Nahbereich voneinander zu trennen.
Beide Vereine treffen sich am Spieltag zu Fanmärschen, die beide von der Polizei begleitet werden. Die HSV-Anhänger versammeln sich um 15.00 Uhr am Platz der Republik in Altona und machen sich zu Fuß auf den Weg zum Stadion. Die St. Pauli-Fans haben statt eines Marsches zu einer Fahrt mit Fahrrädern ins Stadion aufgerufen - mit Start am Millerntor-Stadion. Nach Angaben der Polizei sei die Geschwindigkeit der St. Pauli-Fans eine Herausforderung für die Einsatzkräfte.
Eine zusätzliche Herausforderung sei dabei die Ecke Stresemannstraße und Bornkampsweg/Bahrenfelder Steindamm, da sich dort die Wege beider Fanlager kreuzen.
Eine weitere Herausforderung für die Polizei ist das Konzert des Sängers Cro auf der Trabrennbahn, zu dem 30.000 Besucherinnen und Besucher kommen sollen. Die Fans des Musikers werden aber viel früher erwartet, was für etwas Erleichterung bei der Polizei sorge. Trotzdem seien Polizisten im Einsatz, die den Verkehr lenken und regeln. Zusätzlich zu den Konzertbesuchern werden fast 60.000 Fußballfans im Volkspark erwartet. Es könne deswegen zu Verkehrsbehinderungen im Hamburger Westen kommen.
Ergänzend zu den vielen Einsatzkräften werden auch Drohnen eingesetzt. Diese würden als «Einsatzmittel zu Lageerkenntnissen» eingesetzt werden. Im Hamburger Stadtderby könnten sie je nach Bedarf eingesetzt werden. Beide Fangruppen sahen den Einsatz von Drohnen in der Vergangenheit kritisch.
Polizeipräsident Falk Schnabel sagte dem «Hamburger Abendblatt», dass er stolz darauf sei, dass beide Vereine erstklassig seien. Er wünsche sich ein «friedliches Fußballfest» mit «Leidenschaft, Fairness und ohne Gewalt».