17. August 2026 – dpa

Landesmuseen

Modernisierungsarbeiten im Kloster Cismar vor dem Abschluss

Vom mittelalterlichen Kloster zur Jugendherberge: Die bewegte Historie von Cismar und wie die Modernisierung jetzt neue Perspektiven eröffnet.

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Die Sanierung von Kloster Cismar sei eine anspruchsvolle Aufgabe, sagte der leitende Direktor der Stiftung, Thorsten Sadowsky.

Die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten am Kloster Cismar stehen vor dem Abschluss. Insgesamt wurden rund 3,5 Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung der historischen Anlagen investiert, wie die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf mitteilte. In diesem Sommer können erstmals wieder nach einer mehrmonatigen Schließzeit in der sogenannten Gottorfer Amtmann-Wohnung von Kloster Cismar Kunstausstellungen des Ostholstein-Museums präsentiert werden.

Schwerpunkte der Arbeiten waren demnach insbesondere die Modernisierung und der Brandschutz sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit. Der Bund beteiligte sich an der Finanzierung mit 800.000 Euro und das Land mit rund 2,49 Millionen Euro. Die Stiftung stellte 51.000 Euro Eigenmittel zur Verfügung.

«Die Sanierung von Kloster Cismar ist eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der die Erhaltung der historischen Bausubstanz mit den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Zugänglichkeit und Nutzung in Einklang gebracht werden muss», sagte der leitende Direktor der Stiftung, Thorsten Sadowsky, bei einer gemeinsamen Begehung der Anlage mit Schleswig-Holsteins Kulturministerin Dorit Stenke.

Bedeutendes Baudenkmal der norddeutschen Backsteinarchitektur

Das Benediktinerkloster Cismar wurde 1231 gegründet. Es gilt als eine der bedeutendsten mittelalterlichen Klosteranlagen Ostholsteins. Von besonderer kunst- und kulturhistorischer Bedeutung ist den Angaben zufolge der Cismaraner Altar, der sich bis heute an seinem ursprünglichen Standort im Chor der Klosterkirche befindet.

Nach der Auflösung der Klostergemeinschaft wurde der Besitz nach Stiftungsangaben 1561 von der Gottorfer Herzogslinie übernommen und zu einem Schloss mit Gutsbetrieb umgebaut. 1768 erfolgte demnach ein zweiter Umbau, als der Westteil der Kirche abgetrennt und durch den Einbau zweier Zwischendecken zu einem Wohnhaus für den Amtmann umgestaltet wurde. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Anlage auf unterschiedliche Weise genutzt, unter anderem als Scheune, als Auslagerungsort der Universitätsbibliothek Kiel während des Zweiten Weltkriegs, als Flüchtlingswohnheim, Jugendherberge und Schule, wie die Stiftung weiter mitteilte.

Seit 1999 gehört Kloster Cismar zur Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Wesentliche Teile der historischen Anlage sind bis heute erhalten.

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