02. Juli 2026 – dpa

DOSB-Pilotprojekt

Rugby-EM in Hamburg im Zeichen des Klimawandels

Beim EM-Auftaktturnier im 7er-Rugby in der Hansestadt zählen nicht nur Sieg oder Niederlage. Die Veranstaltung gehört zum Pilotprojekt des DOSB. Es geht um die Auswirkungen des Klimas auf den Sport.

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Beim EM-Turnier in Hamburg geht es auch um die Auswirkungen des Klimas auf den Sport

Der Fußballplatz am Steinwiesenweg ist typisch für viele Sportanlagen in Hamburg: Das Grün, die in diesem Fall vorhandene 400-Meter-Rundbahn und die vier Sitzreihen umfassenden Betontribüne auf einer Seite bieten keinen nennenswerten Schutz vor dem Wetter. Beim am Freitag beginnenden Auftaktturnier im Kampf um die EW im 7er-Rugby jedoch wird sich das Gelände optisch stark verändert haben.

Während es für die insgesamt 24 Teams bei den Männern und Frauen um die beste Ausgangsposition für das Finalturnier Ende Juli in Split geht, hat der Deutsche Olympia Sportbund (DOSB) die Hamburg 7s im Rahmen des Pilotprojekts «Klima wandelt Sport» als eine von drei Veranstaltungen ausgewählt.

Erst am vergangenen Wochenende waren auch in Hamburg aufgrund der Hitzewelle Veranstaltungen abgesagt worden - darunter auch der Halbmarathon. Für die kommenden Tage ist wechselhaftes Wetter angekündigt, die Temperaturen sollen bei milden 19 bis 22 Grad liegen. Insgesamt gute Rahmenbedingungen für das Turnier. Dennoch haben die Organisatoren an den drei Tagen bis Sonntag Maßnahmen getroffen, um auf die Risiken für Teilnehmer und Zuschauer durch Wetterextreme wie großer Hitze und Gewitter zu reagieren.

Zu den nun getroffenen Maßnahmen gehören kostenfreie Trinkwasserstationen und größere Schattenbereiche für die Zuschauer und Zuschauerinnen als in den Jahren zuvor. Zudem wird ein Sicherheitskonzept umgesetzt, das unter anderem Schutzräume vor Gewitter- oder Sturmereignissen bietet, wie die Organisatoren betonten.

«Mit diesem Pilotprojekt schaffen wir eine wichtige Grundlage, um Sportveranstaltungen besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten», erklärte Projektmanagerin Susanna Hinn vom DOSB. «Besonders wertvoll ist der Modellcharakter des Vorhabens: Die Erkenntnisse aus den Hamburg 7s können künftig auch anderen Verbänden und Veranstaltern als praxisnahe Orientierung dienen.»

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