02. Juli 2026 – dpa
Bei der 157. Auflage des deutschen Derbys gibt es keinen klaren Favoriten, aber einen größeren Kreis an aussichtsreichen Anwärtern. Dazu zählt auch eine Frau im Sattel.
Ohne einen klaren Favoriten wird am Sonntag auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn das 157. Deutsche Derby gestartet. In dem Rennen um das begehrte Blaue Band geht es um 650.000 Euro Preisgeld und historischen Ruhm für das siegende Pferd. 19 Starter gehen auf der 2.400 Meter-Strecke an den Start.
Ein Jahr nach dem historischen Sieg von Hochkönig mit Nina Baltromei im Sattel - sie gewann als erste Frau überhaupt das Derby - ist auch in der diesjährigen Austragung eine Jockette chancenreich vertreten. Die gebürtige Schweizerin Sibylle Vogt reitet den ungeschlagenen Englishman, der mit dem Union-Rennen den wichtigsten Derbytest gewonnen hatte und nun in Hamburg zu den Favoriten des Rennens zählt.
Sein Mülheimer Trainer Marcel Weiß wartet noch auf den ersten Derbysieg. Das Gestüt Ittlingen von Möbelunternehmer Manfred Ostermann als Besitzer war bereits mit Lando, Laroche und Laccario erfolgreich.
Zu den chancenreichsten Pferden im Derby zählt der von Eduardo Pedroza gerittene Winterfavorit Gostam, den Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainiert. Nach vier Siegen in Folge war er zuletzt im französischen Derby Achter. Er kehrt nun mit guten Chancen wieder in die deutschen Rennen zurück.
Wöhler hat bereits fünf Derbysieger gestellt, sattelt in Westminster Rocket (David Liska) ein weiteres Pferd aus der engen Favoritengruppe, in Dardanos zudem noch ein drittes Pferd.
Der aus England anreisende Bay of Brilliance ist unter Hector Crouch der einzige ausländische Starter im Derby, gilt als echter Prüfstein für die deutschen Pferde. Erst zweimal wanderte das Derby ins Ausland.