31. August 2025 – dpa
Im Handwerk ist die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge mit 5.350 nahezu identisch mit der des Vorjahres. Freie Ausbildungsplätze gibt es im Land aber noch reichlich.
In Schleswig-Holstein haben bislang mehr als 12.000 neue Lehrlinge ihre Ausbildung angetreten. Das teilten die Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie die Handwerkskammern (HWK) auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Zum Stichtag 31. Juli waren es in den IHK-Bezirken Lübeck, Flensburg und Kiel 6.843 neue Arbeitsverträge, die unterschrieben worden sind. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 4,57 Prozent. Allerdings sagte ein IHK-Sprecher: «Zurzeit zeigt sich bereits eine leichte Erholung, weil der Ausbildungsmarkt noch im Fluss ist und insbesondere aufgrund der späten Sommerferien Eintragungen später erfolgen.»
Bei den Handwerkskammern in Lübeck und Flensburg wurden bislang 5.350 Azubis begrüßt. Der Wert sei «nahezu identisch mit dem des Vorjahres», sagte eine Sprecherin und ergänzte: «Damit sind bereits rund 80 Prozent der für das Jahr 2025 insgesamt erwarteten Neuverträge abgeschlossen.»
An der Spitze der beliebtesten Ausbildungsberufe im Handwerk steht in Schleswig-Holstein auch in diesem Jahr der Kraftfahrzeugmechatroniker. Ebenfalls stark nachgefragt sind die Berufe Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Zimmerer sowie Land- und Baumaschinenmechatroniker.
Bei den IHK gab es die meisten Neueintragungen im Berufsbild Kaufmann/-frau im Einzelhandel sowie Verkäufer/-in. Dicht gefolgt vom Berufsbild Industriekaufmann/-frau sowie Kaufmann/-frau für Büromanagement. «Diese massenmäßig starken Berufsbilder sind sicherlich beliebt, werden von der Wirtschaft gebraucht und haben ein hohes Ansehen», sagte ein Sprecher: «Dennoch ist der "beliebteste Ausbildungsberuf" immer das Berufsbild, in dem man sich entwickeln, seine Fähigkeiten einbringen und glücklich werden kann. Dies ist sehr individuell.»
Sowohl in Industrie und Handel als auch im Handwerk gäbe es noch reichlich Ausbildungsplätze, hieß es. Der Kontakt zu den Kammern, Betrieben und der Agentur für Arbeit sei immer lohnend. «In den Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern finden sich noch einige hundert offene Ausbildungsangebote», berichtete die Handwerkskammer Flensburg.